Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

18.6.10

Neues zum Leistungsschutzrecht der Verleger

Die „Berliner Rede zum Urheberrecht„, in der Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger vor einigen Tagen sehr einseitig Position zugunsten von Rechteinhabern und Content-Industrie bezogen hat, wurde von den Verlagen, die gerade ein neues eigenes Leistungsschutzrechte für Verlagsprodukte fordern, erwartungsgemäß begrüßt.

Netzpolitik.org hat einige neue Informationen zum Thema zusammengetragen und verweist insbesondere auf ein Eckpunktepapier von BDVZ und VDZ, das man dem Justizministerium offenbar demnächst präsentieren will.

Worum es bei der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht tatsächlich geht und was davon zu halten ist, habe ich bereits dargelegt.

posted by Stadler at 11:47  

2 Comments »

  1. Dann kommt es ggf. zu weiteren Massenabmahnungen, weil eine Wortfolge identisch mit einer Veröffentlichung eines Verlages ist.
    Wenn man richtig böse spekuliert, wäre folgender Ansatz denkbar: daß den Verlagen die Leser wegrennen, ist nachweisbar. Ggf. sollen so die Einnahmeverluste ausgeglichen werden?!

    Comment by anwalt-in-mol.de — 18.06, 2010 @ 14:20

  2. Sofern der vorgelegte Entwurf auch nur dem Wesen nach angenommen wird, evtl. auch die Paywall-Pool-Idee von Castendyk, werden die Verlage schlicht schneller sterben. Die Verbreitung von Nachrichten wird dem Beispiel der Kommentare folgen und zu freischaffenden Bloggern wandern. Bisher nutzen selbst Hardcore-Netizens noch klassische Medien und deren Websites als Absprungbrett für eigene Beiträge, aber es gibt selbst in Deutschland schon genug Journalisten, Wissenschaftler, Anwälte usf., die Stories selbst aufreißen, recherchieren und kommentieren.

    Comment by Dierk — 18.06, 2010 @ 19:52

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