Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

10.12.13

Warum die Streaming-Abmahnungen der Rechtsanwälte U&C unwirksam sind

In den juristischen Blogs und nicht nur dort, wird angeregt über die neue Abmahnwelle der Rechtsanwälte U&C berichtet und diskutiert, durch die erstmals das Streaming von Filmen durch Nutzer urheberrechtlich beanstandet wird.

Im Zentrum der Kritik stand gestern das Landgericht Köln, das in den Auskunftsbeschlüssen, soweit von Kollegen bereits Akteneinsichten genommen werden konnten, von einem öffentlichen Zugänglichmachen (§ 19a UrhG) und von Tauschbörsen spricht. Das zeugt in der Tat von grobem Unverständnis, denn anders als beim Filesharing machen beim Streaming nicht die Nutzer etwas öffenttlich zugänglich, sondern ausschließlich der Portalbetreiber. Leider findet beim Landgericht Köln in derartigen Fällen keine wirkliche Einzelfallprüfung mehr statt. Die Beauskunftungsbeschlüsse werden seit Jahren nur textbausteinartig durchgewunken. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man einmal in mehreren solcher Verfahren Akteneinsicht genommen hat. Das Landgericht Köln hat sich also nicht geirrt, es hat sich offenbar überhaupt keine Gedanken gemacht. Ansonsten hätte man den Antrag, der ja keineswegs verschweigt, dass der Verstoß in einem Streaming besteht, als unschlüssig beanstanden müssen. (Nachtrag: Im Antrag ist allerdings mehrfach von Downloads und Downloadportalen die Rede, was zwar deutlich macht, dass es sich nicht um Filesharing handelt, aber den Sachverhalt dennoch nicht zutreffend wiedergibt).

In technischer Hinsicht ist nicht nachvollziehbar, dass man mittels einer externen Trackingsoftware die Zugriffe auf einen fremden Webserver protkollieren kann. Auch die Annahme einer offensichtlichen Rechtsverletzung ist angesichts der juristischen Unklarheiten eher gewagt.

Die Abmahnungen der Kollegen von U&C leiden aber, ungeachtet der generellen juristischen Bedenken und der berechtigten Frage nach der Herkunft der IP-Adressen der abgemahnten Nutzer, an ganz schnöden handwerklichen Mängeln. Die Abmahnung beachtet nämlich die Vorgabe von § 97a Abs. 2 S. 1 Nr. 4 UrhG nicht ausreichend. Denn es wird in der Abmahnung nicht angegeben, dass die von U&C vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtung über die abgemahnte Rechtsverletzung hinausgeht. Die Abmahnung ist alleine deshalb nach § 97 a Abs. 2 S. 2 UrhG unwirksam.

Betroffene könnten nach der Neuregelung des § 97a Abs. 4 UrhG jetzt ihre Anwaltskosten für die Abwehr dieser unwirksamen Abmahnung grundsätzlich bei der Fa. Archive AG geltend machen. Eine Klage in der Schweiz wegen eines derart niedrigen Forderungsbetrags ist allerdings wirtschaftlich nicht sinnvoll.

posted by Stadler at 09:39  

172 Kommentare »

  1. Vielleicht wurde die Forderung genau aus dem Grund so niedrig angesetzt: Weil man weiß, das man auf sehr dünnem Eis operiert und mam auf dem Weg etwaige Regressansprüche Betroffener torpedieren will. Der Verdacht zwingt sich jedenfalls förmlich auf.

    Comment by Heiko — 10.12, 2013 @ 09:49

  2. Hat da eigentlich schon jemand Anzeige wegen Betrugs gestellt? Oder gleubt einer, dass U&C nicht bewusst war, dass die Sache rechtlich unhaltbar ist?

    Comment by Andreas — 10.12, 2013 @ 10:01

  3. In einem Artikel des Stern wurde überlegt, ob man sich die Kosten für eine Verteidigung nicht direkt bei den Kollegen U&C holen kann (Verweis auf Amtsgericht Regensburg, Urteil vom 05.07.2013; Az.: 4 C 3780/12).

    Comment by Thomas — 10.12, 2013 @ 10:22

  4. Erstens sollte man sich an U&C schadlos halten, jeder einzelne.
    Zweitens sollte es doch möglich sein, solchen Richtern das Handwerk zu legen, das sie offensichtlich nicht mehr beherrschen, nämlich ihre Arbeit ernst zu nehmen.

    Comment by Frank — 10.12, 2013 @ 10:28

  5. Wir werden U&C und die Schweizer AG in Anspruch nehmen, rein aus Prinzip. Kosten trägt die Kanzlei. Mir reicht es einfach mit diesen Irren. Für gerichtsfeste Hinweise zur wirtschaftlichen Verquickung von U&C und ihrer Mandantschaft bin ich dankbar.

    Comment by Peter Hense — 10.12, 2013 @ 10:31

  6. Was ich mich frage ist, ob eine Gegenwehr nicht irgendwie in Kooperation organisiert werden kann. Schließlich ist die gesetzliche Ausgangslage für alle Betroffenen praktisch identisch. Es erscheint mir unsinnig, wenn jede einzelne Person extra zu einem Anwalt für sowas geht und u.U. ein Anwalt im Fließbandverfahren mal ebenso duzende Mandanten betreut – die Beratung ist in allen Fällen ja ohnehin identisch!

    Das heißt z.B. finden sich (online) ein paar Hundert Leute zusammen, welche diesen Brief den sie bekommen haben vorlegen. Dieser wird für alle abgeglichen, um sicherzustellen, dass nur identische Fälle in einen Topf kommen (was aber in diesem Fall gegeben sein dürfte – der einzige Unterschied scheint ja der Titel des jeweiligen beanstandeten Film’chens zu sein). Eine Person aus diesem Kreis oder ein Repräsentant (am besten selbst nicht betroffen) geht mit einem Brief zum Anwalt, verkündet das Ergebnis der Beratung und alle handeln entsprechend. Die Kosten werden dann aufgeteilt. Der Vorgang wird so oft wie erforderlich wiederholt.

    Ich wäre hierzu an Meinungen und Input interessiert.

    Comment by Raffael — 10.12, 2013 @ 11:21

  7. Die wirtschaftliche Verquickung kann man doch schon damit beweisen, dass die Gebühren direkt an die Archive AG gezahlt werden sollen – zwar auf ein deutsches Konto, aber Empfänger ist The Archive.

    Außerdem ist der RA Sebastian aus Berlin bei The Archive als Partner eingetragen gewesen. Das haben sie nun schnell versteckt, es gibt aber einen Screenshot:

    http://archive.is/zqjvS

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 11:24

  8. “In einem Artikel des Stern wurde überlegt, ob man sich die Kosten für eine Verteidigung nicht direkt bei den Kollegen U&C holen kann (Verweis auf Amtsgericht Regensburg, Urteil vom 05.07.2013; Az.: 4 C 3780/12).”

    Ich fürchte, das wird in diesem Fall ohne Weiteres nicht möglich sein:
    Der Fall beim AG Regensburg lag anders. Die dortige Mandantin von U&C war bereits vorläufig insolvent, der (einzige) Geschäftsführer selbst konnte kein Geld mehr in die Mandantin (GmbH) zuschießen. Es war also schon nicht ersichtlich, wie die Anwaltsgebühren bezahlt werden sollten – si dass das AG davon ausging, dass es hier nicht um eine legitime Rechtsverfolgung, sondern einzig um eine – zwischen U&C und der Mandantin kollusiv vereinbarte – Rekapitalisierung zu Lasten Dritter gehen sollte.
    Im Übrigen handelte es sich um eine GmbH die nach Überzeugung des Gerichts ohnehin nur bestand, um “Mitbewerber” abzumahnen (wg. der Formulierungen in AGB).

    Diese Entscheidung dürfte daher nicht direkt übertragbar sein. Vielleicht lässt sich jedoch daraus Kapital schlagen, dass U&C vom AG Regensburg angezählt wurden – jedenfalls wird es schwer sein, im Falle objektiv rechtswidriger Abmahnungen dartzutun, man habe ja nicht gewusst was man da tut.

    Comment by KMK — 10.12, 2013 @ 11:35

  9. Cool, danke für den Hinweis. Das könnte also auf 826 und 830 BGB hinauslaufen. Wir versuchen es mal. Empfiehlt sich als Gerichtsstand Regensburg wegen hoffentlich vorhandener Abneigung gegen die “Kollegen” oder neutraler Boden?

    Comment by Peter Hense — 10.12, 2013 @ 11:43

  10. HAbe auch so eine U&C-Mail bekommen – angegeben war eine falsche IP-Adresse – und die “Tat” soll morgen abend erst begangen worden sein? Werden? Nicht nur Betrüger – Hellseher sind die also auch!

    Comment by wopenke — 10.12, 2013 @ 11:43

  11. Habe gerade gelesen, dass diese Mails von Trittbrettfahren stammen sollen, die sich offenbar an diese Masche dranhängen: http://conlegi.de/?p=3644

    Comment by Gast — 10.12, 2013 @ 11:47

  12. Nur ein Tipp, sucht mal nach Andreas Roschu, der hat ja wohl die eidestattliche Versicherung bei LG Köln abgegeben. Mir scheint der ein Strohmann zu sein.

    Comment by demian — 10.12, 2013 @ 11:48

  13. Andreas Roschu, der “Sachverständige”:
    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:auRXpyBIq8kJ:www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/ingolstadt/art968,71074+&cd=6&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Comment by Gast — 10.12, 2013 @ 11:57

  14. Andreas Roschu war 2002 hochverschuldet und kaufsüchtig:

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:auRXpyBIq8kJ:www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/ingolstadt/art968,71074+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Mindestens bis 2012 arbeitete er bei Kaspersky im Support – hat also entsprechend Ahnung von Viren und Würmern.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 11:58

  15. Beim Duchlesen des Antrags bekommt man den Eindruck, als ob hier eine Filesharingversion umgeschrieben wurde.
    Das würde einerseits die technischen Ungereimtheiten im Antrag erklären, aber auch andererseits warum das LG Köln der Meinung war es handelt sich um Filesharing.

    Comment by ösi — 10.12, 2013 @ 12:04

  16. Verdächtig ist an Herrn Roschu, dass er umgehend nach Veröffentlichung seiner eidesstattlichen Versicherung versuchte alle seine Spuren im Internet zu verwischen. Er löschte sein Profil bei Xing, bei Youtube und noch bei ein paar internetzlichen Sozialveranstaltungen.
    Es besteht die Möglichkeit, dass mit seiner eidesstattlichen Versicherung etwas nicht stimmt. Die technische Beschreibung sollte sich ein Fachmann ansehen. Ich halte sie für ausgemachten Blödsinn.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 12:08

  17. Hallo!

    Zitat
    “Eine Klage in der Schweiz wegen eines derart niedrigen Forderungsbetrags ist allerdings wirtschaftlich nicht sinnvoll.”[...]

    Lässt denn das Schweizer Recht eine Sammelklage zu (..um diesem “Digi-Verschnitt” beizukommen)?
    Das “Original” hatte wenigstens keinen “Sicherheits-Briefkasten” in Delaware …ob die Sicherheitsfirma gleichen Namens aus NC davon weiß?
    Aber wer den “Verkehr” mutmaßlich auf einen anderen Server umleitet, um ihn in Ruhe aufzeichnen zu können, muss schon eine “ordentliche” Tarnung haben..

    mfg
    cmp

    Comment by cmp — 10.12, 2013 @ 13:00

  18. @cmp,

    Sammelklagen gibt es weder in der BRD noch in der Schweiz, möglich wäre jedoch evtl. eine “Klagehäufung”. Das soll mal ein Jurist abklären. http://de.wikipedia.org/wiki/Klageh%C3%A4ufung

    Comment by demian — 10.12, 2013 @ 13:09

  19. Seh grad bei Klagehäufung geht es um die Zusammenfassung mehrerer prozessualer Ansprüche. Fällt also hier weg.

    Comment by demian — 10.12, 2013 @ 13:12

  20. Abmahnzug vor Vollbremsung

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/12/10/abmahnzug-vor-vollbremsung/

    Comment by Franzy — 10.12, 2013 @ 13:15

  21. bleibt dieses Durchwinken von Anträgen für das LG Köln folgenlos?

    bzw. ist das LG Köln da ein Einzelfall?

    Comment by hans — 10.12, 2013 @ 13:55

  22. die imho wahrscheinlichste (illegale) und einnfachste Beschaffung der IPs ergibt sich aus den AGBs von Redtube selbst (s. Posting Nr 39. von “OskarMaria” zum Thema auf SPON)
    Unter Punkt :
    Usage Information – Collection and Use by Advertisers and Others
    “RedTube allows other companies to display advertisements using the Service. These companies use technology to deliver advertisements you see using the Service directly to your browser. In doing so, they may automatically receive your IP address. Other companies that place advertising using the Service may have the ability to use cookies and/or web beacons to collect information, including information about your usage of the Service. We do not control the processes that advertisers use to collect information. However, IP addresses, cookies and web beacons alone generally cannot be used to identify individuals, only machines. … ” Das gilt eben nicht immer, wie es die Beteiligten mit dieser Abzockwelle nunmehr bewiesen haben!

    Das technische Umsetzen ist nur Formsache. Das Geplänkel mit der Tracking Software diente daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nur der Ablenkung bzw zum Erwirken des Beschlusses.

    Comment by Peter — 10.12, 2013 @ 14:07

  23. Einen wunderschönen guten Tag,

    zur Frage der Unwirksamkeit habe ich folgende Frage:

    Auf dem beigefügten Entwurf der Unterlassungserklärung findet sich ein Sternchenhinweis

    “Sofern Sie lediglich als Störer für die Rechtsverletzung verantwortlich sind, geht die vorgeschlagene Unterlassungserklärung über die abgemahnte Rechtsverletzung hinaus (§ 97a Absatz 2 Nummer 4 UrhG)”

    Ist dieser Hinweis nicht ausreichend?

    LG

    Comment by littlehouston — 10.12, 2013 @ 14:22

  24. “…anzugeben, inwieweit die vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtung über die abgemahnte Rechtsverletzung hinausgeht.”

    Es muss mE angegeben werden, *inwieweit* die UE über den Sachverhalt hinausgeht, nicht, *dass* sie das macht.

    Comment by le D — 10.12, 2013 @ 14:29

  25. @ le D

    Das lässt sich natürlich hören. Ich war nur wegen der, von Herr RA Stadler gewählten Formulierung

    “Denn es wird in der Abmahnung nicht angegeben, dass die von U&C vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtung über die abgemahnte Rechtsverletzung hinausgeht.”

    irritiert. Denn, dass die Erklärung mitunter zu weit ist, kann man daraus ja vielleicht tatsächlich erkennen.

    Vielleicht muss der Hinweis schlicht klarer und zudem in der Abmahnung selbst enthalten sein?!

    Comment by littlehouston — 10.12, 2013 @ 14:34

  26. Legal?
    Ich dachte die Seite YouP*** wäre legal, genauso wie RedTube. Youtube hat ja meines Wissens die Rechte an den Filmchen, die sie Quasi von der Industrie bekommt.
    Ich dachte dies wäre bei Redtube auch der Fall.
    Wenn nicht, wie um Himmels Willen will man dann überhaupt noch ohne große Sachkenntnus zwischen legal und illegal unterschieden.
    Und wie finden die Überhaupt die IPs raus. Das wäre doch das eigentlich interessante!

    Comment by Liv — 10.12, 2013 @ 14:35

  27. Wie dem auf einzelnen Anwaltsseiten veröffentlichten Wortlaut besagter Unterlassungserklärung zu entnehmen ist, ist darin die Zahlung von 250,– Euro als Bestandteil aufgenommen.
    Insoweit geht die einzugehende Verpflichtung also über die abgemahnte Rechtsverletzung hinaus, da hierdurch eine eigene (vertragliche) Zahlungspflicht begründet wird. Auf dieses Hinausgehen hätte ausdrücklich hingewiesen werden müssen.

    Comment by Gast — 10.12, 2013 @ 14:36

  28. @ Gast:

    Dann kommt es doch auf das Wort “inwieweit” an?! ;)

    Comment by littlehouston — 10.12, 2013 @ 14:40

  29. Hallo Herr Stadler,

    könnte ein persönlich von einer Abmahnung Betroffener eigentlich dem Gericht in Köln an den Karren fahren – er wurde ja nur behelligt, weil die Herren dort ohne Prüfung durchgewunken haben?

    Danke für eine kurze Antwort!

    Comment by Peter — 10.12, 2013 @ 14:42

  30. Der Teilnehmer “slaidruw” aus dem lawblog-kommentaren hat eine interessante Theorie aufgestellt:

    “So habe mir einmal die posts durchgelesen. Ganz klar keine UE, weder die von U&C noch irgend eine modUE abgeben. Ganz einfach, die Rechtsanwälte die hier zu einer modUE raten, haben das geplante Betrugsmodell noch nicht vollständig verstanden bzw vorausgeschaut. Den Anwälten von U&C bzw. der Archive AG geht es hier nicht um diese popeligen 250,- € (auch wenn natürlich viele aus Scham zahlen werden). Denen geht es vielmehr aber gerade um die Abgaben der UE`s. Die wissen welche Möglichkeiten das Net mitsichbringen. Insbesondere die ungewollten Weiterleitungen auf irgendwelche Seiten, die man gar nicht aufrufen wollte. Gerade bei Pornokonsum im Internet ist der Umstand der permanenten Umleitungen Gang und Gebe. Was liegt dann nahe. Wahrschaeinlich wurden oder werden 40.000 Bundesbürger wegen dieser Sache abgemahnt. 10.000 werden aus Scham bezahlen und die UE der U&C oder modUE abgeben. 10,000 X 15,- € Schadensersatz sind 150.000 € für die Archive AG und dem eidesstattlichen Ingolstädter. 10.000 X 235,- € macht 2.350.000 € für die beteiligten Rechtsanwälte. Ziemlich ungerecht die Verteilung dieser Einnahmen, obwohl sich doch gerade die Archive AG und der Eidestattliche hier ganz besonders auf strafrechtlich dünnen Eis bewegt (Verstöße gegen TKG und BDSG §§43,44 ). Deshalb gehe ich davon aus, dass es der Archive AG gerade um die Einnahmen aus den Vertragsstrafen ankommt (mittels UE schließt man einen gegenseitigen inhaltlichen Vertrag, unabhängig der Urheberrechtslage zum streamen). Wenn von den 10.000 UE-erklärenden später nur 5.000 durch unbeabsichtigte Weiterleitungen auf Seiten mit den enhaltenen “vertragswidrigen” Content gelotst werden, dann klingelt die Kasse. 5.000 X 5.000 € Vertragsstrafe macht 25.000.000 € für die Archive AG. Diese Ansprüche dann einzuklagen ist ein Klacks. Diese Vertragsstrafen dann abzuwehren ist schlicht unmöglich, da sie verschuldensunabhängig sind; auch die automatisierte unbeabsichtigte Weiterleitung ist nicht nachweisbar. Ich gehe davon aus, dass U&C die nunmehr geforderten 250,- € auf gar keinen Fall einklagen werden, da sie gerade kein Interesse daran haben zum Thema streamen ein eventuell abweisendes Urteil zu riskieren. Dann wären nämlich auch die gerichtlichen Auskunftsansprüche gegen die Provider nicht mehr so einfach wie jetzt durchsetzbar (LG Köln sagt selbst, dass zwischen den Kammern unterschiedliche Rechtsauffassungen existieren, da eben die Rechtslage bis jetzt noch nicht höchstrichterlich geklärt wurde). Sollte jemand mit negativer Feststellungsklage reagieren, dann würden U&C die Verfahren bis zum BGH so weit zeitlich hinauszögern, dass genug Zeit bleibt, zwischenzeitlich die Vertragsstrafenverwirker ermitteln zu können und die Rechtsunsicherheit bei den Landgerichten zur Rechtsfrage des streamen auszunutzen und die Provider zur Herausgabe der Bestandsdaten zu zwingen.”

    Comment by Werner — 10.12, 2013 @ 14:45

  31. @ Doris:
    Die Adresse kommt mir bekannt vor Ku-Damm.
    Gab es da nicht schon mal so einen Anwalt der
    sowas ähnliches gemacht hat, nur im Wettbewerbsrecht.

    Es gab mal eine Doku: “Anwälte im Zwielicht”, könnte also auch so ein Fall sein wie dort beschreieben.

    Damals kamen die Kollegen aus Rostock zu Wort.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 14:54

  32. @Werner: Dass U+C es mit dieser Aktion in Wahrheit auf die Unterlassungserklärung und in Folge davon auf verwirkte Vertragsstrafen abgesehen haben, ist eher nicht anzunehmen – die wollen einfach nur schnelles Geld ohne Extra-Arbeit. Erlöse aus Vertragsstrafen lassen sich nicht wie bei Abmahnungen massenhaft generieren. Bei diesen Summen wehren die Leute sich. Solche Forderungen wären überdies auch gar nicht durchzusetzen: Wenn nämlich schon wie hier die Abmahnung unwirksam ist, ist auch die UE anfechtbar und damit hinfällig.

    Comment by Gast — 10.12, 2013 @ 15:06

  33. @ Anonymous: Das weiß ich nicht. Aber Daniel Sebastian ist mindestens so berüchtigt wie U+C. Warum er das letztlich nicht selbst durchgezogen hat ist mir nicht ganz klar – aber vielleicht ist einfach seine Kanzlei zu klein umd LKW-Ladungen von Post zu erzeugen.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 15:35

  34. die ganze nummer mit ermittlung der IPs lief über skimmed traffic (honeypot):

    http://forum.golem.de/read.php?78399,3579086,3579126#msg-3579126

    ich staune, daß das von den herren anwälten bisher nicht zur sprache gebracht wurde, die ganze nummer ist schlichter betrug, von vorne bis hinten.

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 15:38

  35. die ganze nummer ist schlichter betrug, von vorne bis hinten

    Möglicherweise (ich kann ja schlecht das Grundgesetz hochhängen, aber die Unschuldsvermutung ignorieren… ;-) )

    Ergo: Die Polizei, dein Freund und Helfer… und Strafanzeigenaufnehmer. Die dürfen den Verdacht sehr gerne überprüfen.
    Denn: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und das wäre doch in dem Fall hier sehr schade. Oder?

    Comment by Baxter — 10.12, 2013 @ 15:53

  36. Einfach mal nach der Sendung aus der Reihe die “die story” suchen.

    Das ist ein altes Schema, aus dem Wettbewerbsrecht bekannt und wird dort auch unterbunden, weil es leichter zu “enttarnen” ist, eben wegend er hohen zu verauslagenden Anwaltskosten.

    Das müsste eigentlich der Angriffspunkt sein, dass die “Rechteinhaberin” gar nicht die Mittel hat, eine solche Aktion nach RVG zu finanzieren.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 15:54

  37. Die Frage der Unwirksamkeit ist dort schön erklärt:

    http://www.ferner-alsdorf.de/2013/12/einschaetzung-streaming-abmahnungen-der-kanzlei-uc-unwirksam/

    Comment by oemmel — 10.12, 2013 @ 15:59

  38. @baxter: ja, du hast natürlich recht; ich wünsch mir nur einfach mal, daß alle bisherigen schrägheiten nicht nur in den kommentaren auftauchen…

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 16:01

  39. Ich habe zwei solcher Abmahnungen vorliegen. Die Mandantin soll an einem bestimmten Tag zur selben Uhrzeit (wo die Bevölkerung zu 95 % schläft) zwei unterschiedliche Filme gestreamt haben. Ob das technisch geht, weiß ich nicht, es riecht aber stark nach Betrug. Und deshalb neige ich dazu, in Regensburg Strafanzeige zu stellen.

    Comment by Roland — 10.12, 2013 @ 16:11

  40. Nach meinem Rechtsempfinden, allerdings ohne jegliche juristische Bildung, sollte es doch möglich sein die Kanzlei U+C seinerseits mit Zivilklagen einzudecken oder entsprechende Anzeigen einzureichen. Auch Briefe an die entsprechenden Anwaltskammern wären durchaus im Bereich des möglichen. Dieses wäre, meiner Meinung nach, auch möglich, wenn man selber gar kein Mandat eines Abgemahnten hat. Es sei dann aber doch die Frage gestattet ob dieses jemand der Anwälte macht oder ob wir dann doch wieder beim Thema mit den Augen und den Krähen sind…

    Comment by Peter — 10.12, 2013 @ 16:23

  41. Nur als kurzer Einwurf in die Diskussion. Der Fa. The Archive geht es m.E. primär darum, das Portal “redtube.com” platt zu machen. Und das dürfte faktisch bereits gelungen sein. Jeder, der von dieser Abmahnwelle erfährt, wird dieses Portal künftig meiden.

    Comment by Stadler — 10.12, 2013 @ 16:24

  42. @ Roland:
    Solange die Bandbreite des Anschlusses ausreicht kannst du belibig viele Sachen “streamen”.
    Das Entscheiden Bei der Sache ist, dass man Empfänger ist und nicht sendet.

    Der adressat der Abmahnung müsste also der Uploader auf dem jeweiligen Portal sein und nicht der Betrachter.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 16:25

  43. @ Roland: Technisch gehen tut das schon, allerdings klingeln einem die Ohren bei der Doppelstöhnbelastung.
    Praktisch ist es jedoch unmöglich, dass die Mandantin aus den Minimum von 40.000 Pornos auf RedTube ausgerechnet die zwei gleichzeitig herausgefischt hat, deren Rechte bei der Archive AG liegen. Eher gewinnt sie im Lotto.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 16:28

  44. @ Stadler:
    Doe Firma “redtube” ist doch nur eine Tochter eines größeren Konzerns.
    Also wenn sich U+C und deren “Proxys” mit dem Inhaber von “redtube” anlegen wollen, in Deutschland, dann könnten sie ein paar Nummern zu hoch gepokert haben.

    Denn diese Leute dürften über bessere Anwälte verfügen, als es U+C sind.

    Es dürfte interessant werden, weenn sich “redtube” wehrt und die Sache zweimal nach Karlsruhe bringt.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 16:30

  45. @ Doris:
    Nicht unbedingt es giubt jha auch bei YT ähnliche Filme als Vorschläge, wenn man sich eine Sache ansieht.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 16:32

  46. @stadler: quatsch, The archive ist doch reel gar nicht existent, beteiligter an selbiger: daniel sebastian. wie kommst du denn auf sowas, anwalt? wie soll eine fiktive klitsche bitte redtube “plattmachen”? zumal die abmahnungen auf D beschränkt sind.

    hä?

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 16:32

  47. Off-Topic:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/a-938157.html

    US-Militär warnt vor Abmahnanwälten in Deutschland

    Demnächst fliegen Apache Kampfhubschrauber dicht über’m Garten vom Urmann … oder die NSA legt die allesamt lahm.

    Comment by Baxter — 10.12, 2013 @ 16:37

  48. @ Baxter
    Die armen JAG -Anwälte.

    Aber da könnten die “Abmahnanwälte” an die Falschen kommen.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 16:49

  49. @ Anonymouse

    Wenn ich das mal so als erfahrene Frau feststellen darf: Die Vorschläge von RedTube orientieren sich eher an den Vorlieben des jeweiligen Konsumenten als am Rechteinhaber ;)
    Ich halte das wirklich für unmöglich. Es gibt eine Menge Leute, die tatsächlich in Sekundenbruchteilen mehrere Pornos konsumiert haben sollen. So surft doch keiner – jedenfalls nicht freiwillig. So surft eine Bot.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 16:49

  50. Ich stell mir gerade vor, wie sich ne Truppe Navy Seals von nem Kampfhubschrauber nachts am Grundstück vom Urmann abseilt und ihn festnimmt. Obama und Hilary Clinton beoachten das Ganze vom Oval Office aus… Kampf gegen den internationalen Abmahnterrorismus! :-)

    Ok, Verzeihung. Ist albern, weiß ich ja selbst…ich mach kein Off-Topic mehr..

    Comment by Baxter — 10.12, 2013 @ 16:51

  51. U+C weisst alle Schuld von sich!
    Wäre nicht in Ihrem Namen!

    http://www.urmann.com/

    Comment by Liv — 10.12, 2013 @ 17:03

  52. Wie sieht es eigentlich mit den anderen Providern aus? Zur zeit sind ja offensichtlich nur Kunden der Telekom betroffen. Aber in einem bericht wurde erwähnt, dass bald auch andere provider zur daten herausgabe veranlasst werden. Da aber nun überall gesagt wird, dass die herausgabe nich gerechtfertigt war, ist dies überhaupt noch vorstellbar?

    Comment by Al — 10.12, 2013 @ 17:11

  53. Wichtige Recherche für die Strafanzeigenfraktion im Heise-Forum:

    http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Daniel-Sebastian-Pavel-P-mikrofaktor-UG-SKB-UG-ITGuards-Inc/forum-271136/msg-24496570/read/

    Daniel Sebastian + Pavel P. = mikrofaktor UG = SKB UG = ITGuards Inc = (Editiert vom Verfasser am 10.12.13 um 17:22)
    bauchredner (245 Beiträge seit 23.11.04)
    Es ist ganz einfach. Der Rechtsanwalt und der Erbauer der
    Schnüffel-Software betreiben ein gemeinsames Büro in Berlin.

    SKB UG (HRB130332)
    AD: Storkower Straße 158, 10407 Berlin
    GF: P. Karaoglanov *1984
    GG: Der Dienst zur Verfolgung und Verwertung von Urheberrechten.

    mikrofaktor UG (HRB122885)
    AD: c/o SKB UG Zimmer 134, Storkower Str. 158, 10407 Berlin
    GF: D. Sebastian *1978
    GG: Der regresslose Ankauf von fälligen Forderungen aller Art sowie
    deren Geltendmachung gegenüber den Schuldnern.

    Siehe: https://www.handelsregister.de/rp_web/mask.do

    Hier tritt Pavel P. mit seiner Software als Gutachter vor einem
    US-Gericht auf:
    http://law.justia.com/cases/federal/district-courts/florida/flmdce/2:
    2012cv00225/270532/6

    Weil ITGuards Inc und The Archive AG auf dem selben Server liegen,
    handelt es sich bei Rechteinhaber, IT-Ermittler und Rechtanwälten um
    ein und dieselbe Bande.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 17:27

  54. @Al: vorstellbar schon (man hat ja schon pferde kotzen sehen), aber wird nicht passieren, da der scam immer deutlicher wird…

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 17:40

  55. @doris: jaha, hab ich auch gerade verlinkt (danke bauchredner), jetzt gehts richtig zur sache :D

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 17:42

  56. BTW:
    Hat sich mal einer die Bank angesehen wohin das Geld fließen soll?

    Donner und Reuschel wirkt nun nicht gerade wie eine Adresse für Leute die mal schnell Geld machen wollen.
    Auf dere anderen Seite paßt diese Bank nicht ins Bild, weil sie “zu nobel” ist.

    Zwar benutzen “Abzocker” gerne kleine “edle Banken” siehe “Wiener Karusell”, aber in dem Fall hier wirkt es zu “seriös” und die Kosten für die Konten dürften hoch sein.

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 18:22

  57. Wenn die umgeleitet haben, können die maximal den Request auf die Seite nachweisen, auf der das Video eingebettet war, aber nicht, ob das Video überhaupt gestreamt worden ist. Wird wahrscheinlich häufig der Fall gewesen sein, aber einen Stream können die doch gar nicht nachweisen. Habe mal eine der URLs gesehen, die da genannt werden und das war ziemlich sicher keine Video-Datei.

    Wie sieht es denn damit aus?

    Comment by Tom — 10.12, 2013 @ 19:27

  58. Wichtige Recherche für die Strafanzeigenfraktion im Heise-Forum:

    Jau! Die haben schon immer ganz viele Firmen am Start gehabt, die kommen und gehen…
    Dieser Pavel hatte letztens erst (Juni 2013) seine Firma “Piracy Guard IT Solutions GmbH” (HRB 114195 B) zugemacht… Eins muss denen lassen, mit den Namensfindungen sind die immer sehr kreativ. Am Anfang war ~”solutions” in (z.B. Copyright Solutions), dann war z.B. “Digi~” in (DigiProtect, DigiRights, DigiTracing…), jetzt ist viel mit “guard” unterwegs. Das ist aber egal, weil alles das gleiche.
    Wir reden hier über ganz großen Stil und das international (s.o., daß die auch in den USA wildern, ist auch seit längerem so).
    Das muss man sich mal vorstellen! Das interessiert keine Sau und viel schlimmer: DAS RAFFT KEINE SAU!
    Guckt euch doch nur mal aktuell auf den Seiten diverser Anwälte um. Die werben da z.B. mit, daß denen der Abmahner bereits lange bekannt seien und verweisen in Einem -wie in diesem Fall- dann auf Urmann & Collegen.
    Das ist aber so in der Form Bullshit, weil diese sog. “anti-piracy”-Firmen dabei nicht berücksichtigt werden. Das ist ziemlich dämlich, weil die nämlich die Kohle zur Seite schaffen und dann plötzlich “insolvent” gehen. Würden die Anwälte sich auf die Auftraggeber konzentrieren, wär der Klüngel viel offensichtlicher. Leider ist das ein Problem von Anfang an (sogar diese Verbraucherschutzforen sortieren ihre Threads nach Anwälten)
    Man muss zudem kein Mathematiker sein um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Kohle mit dem Abmahnwahn gescheffelt wird!
    Urheberrechte schützen? LOL! Das sich das überhaupt noch welche trauen öffentlich zu behaupten. Darum ging es doch noch nie.

    Die Medienbranche hat ein riesengroßes Interesse an die Daten ihrer Zielgruppe zu gelangen, weil das Marketingpotential gigantisch ist. Die jammern doch nichtt, weil sich ein 15 Jähriger ‘ne mp3 saugt. Also bitte!
    Und die sog. “Großen” stecken da mit drin (siehe oben. Im den verlinkten US-Fall ist es Sony Music).
    Es gibt keine “seriösen” Abmahner, wie es so oft behauptet wird. Die sind nur nicht so plump wie diese Briefkastenfirmen-Abmahner.
    Wer Interesse hat kann sich ja gerne mal so einen vermeintlich “seriösen” Abmahner angucken:
    http://pdfcast.org/pdf/promedia-rasch-bvmi-bearshare

    Oder siehe aktuell Urmann & Collegen. Der war auch immer mit diversen “anti-piracy”-Firmen im Boot. Dabei hatte der Urmann immer das Talent, sich auch noch die absolut unfähigsten auszusuchen. So hatte er mal ‘ne Abmahnwelle gestartet mit einer Firma namens “DigiTracing”, die zum Zeitpunkt der Datenerhebung gemäß Abmahnschreiben aber noch gar nicht im Handelsregister eingetragen war. Oder die Aktionen, die er mit diesem Forian Blischke veranstaltet hatte. “BHIP reliable Solutions”, dann “Binary Services GmbH” und jetzt hat der ne Firma namens “REVOLUTIVE SYSTEMS GmbH” (http://www.revolutive-systems.com/portfolio-item/florian_blischke/). Alles irgendwelche Witzfirmen! Die mahnen alles ab. Facebook-Impressum, Bilder.. etc.
    Der Urmann macht auch keinen Halt vor Abo-Fallen. Siehe als Beispiel hier:
    http://pdfcast.org/pdf/urmann-collegen-sparschwein-ag-beispielabmahnung-abofalle-1-2

    Noch mal: b Keiner rafft es! (bzw. kaum einer) Die kommen mit Allem durch!
    ——————————-
    Wem das jetzt evtl. alles irgendwie zu undurchsichtig war und wer gerne wissen möchte, wie der Abmahnwahn eigentlich funktioniert, dem möchte ich gerne die folgenden Präsentationen ans Herz legen (die sind original von denen selbst! Die hatte mal jemand geleakt…):
    - “Turn Piracy Into Profit”:
    http://pdfcast.org/pdf/digiprotect-turn-piracy-into-profit-praesentation
    - DigiRights Solutions:
    http://pdfcast.org/pdf/digirights-solution-praesentation
    Mit diesen beiden Firmen war/ist sowohl der Thomas Urmann als auch der Daniel Sebastian zu Gange.

    In diesem Sinne, Baxter
    ———————–
    Bunte Tüte (alles auf einem Blick):
    http://pdfcast.org/pdf/bunte-tuete-15-07-2011

    Comment by Baxter — 10.12, 2013 @ 19:33

  59. Gibt es denn nicht sowas wie eine Sammelklage in Deutschland? Dann könnten sich viele zusammen schließen und alles Forderungen auf einmal verlangen?

    Zudem, ist es wirklich so, dass Gerichte die Sachen, die sie bekommen, gar nicht mehr wirklich durchlesen, sondern einfach durchwinken.
    Ist das in diesem Fall nicht ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz? Es geht schließlich niemanden etwas an welche Adresse hinter welcher IP steckt, wenn es unbegründet ist.

    Comment by Chris — 10.12, 2013 @ 19:35

  60. ich habe vorhin ebenso eine mail von der regensburger rechtsanwaltsgesellschaft bekommen wegen urheberrechtsverletzung die ich am !!!27.12.2013!!! bei dream tip begehen soll —> ich überlege zur polizei zu gehen —> absender ist ricardo.boehnke@t-online.de

    Comment by kerstin — 10.12, 2013 @ 19:40

  61. sammelklagen gibt es in deutschland meines wissens leider nicht

    Comment by kerstin — 10.12, 2013 @ 19:41

  62. sat 1 hat gerade berichtwet über diese mahnwelle

    Comment by kerstin — 10.12, 2013 @ 20:15

  63. @kerstin: glückwunsch, die bekommen jetzt noch viele; mit trojaner im gepäck, sofort entsorgen!

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 20:16

  64. Habe auch eine eMail bekommen, den Anhang aber nicht geöffnet. Mein Vergehen liegt auch in der Zukunft, in 4 Tagen ist es soweit.
    Wie soll ich mich nun verhalten?
    Die Mail der Kanzlei wie auf der Homepage beschrieben weiterleiten?
    Ignorieren und löschen?

    Comment by C.S. — 10.12, 2013 @ 20:31

  65. Redtube: Spamwelle nach Porno-Abmahnungen

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/spamwelle-nach-redtube-porno-abmahnungen-a-938297.html

    Comment by Franzy — 10.12, 2013 @ 20:38

  66. vor allem der RA aus Köln möchte jetzt auch kräftig mitverdienen und bietet eine Pauschale von 300-500€ an

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 20:42

  67. @c.s. auf KEINEN FALL weiterleiten, ab in die tonne, stantepede! oder willst du etwa daß diese “kanzlei”, die das alles losgetreten hat, DEINE kontaktdaten bekommt?

    Comment by DasKleineTeilchen — 10.12, 2013 @ 20:49

  68. @ DasKleineTeilchen: Nein, natürlich nicht. keinesfalls! Werde die Mail löschen…

    Comment by C.S. — 10.12, 2013 @ 21:41

  69. Hallo,
    habe auch eine Mail bekommen. Habe mal die angegebene IP-Adresse, die meine sein soll, Recherchiert. Sie liegt in Dallas in der USA. Sehr komich.

    Comment by Jörg — 10.12, 2013 @ 21:43

  70. Auch so eine Superidee von unseren Richtern Abmahnungen per Mail für gültig zu erklären. Das eröffnet Spammern und Internetkriminellen ganz neue Möglichkeiten.

    Comment by Doris — 10.12, 2013 @ 22:00

  71. @ 66:
    Das Problem ist schon, dass man als Laie nicht gegen Abmahner angkommen kann.

    In dem Fall jetzt mag, das noch einfach sein, aber wenn es dann um Forsderung im hohen dreistelligen Bereich oder noch höher geht, dann geht jedem Betroffenen die “Muffe”,denn die Fristen sind sehr kurz und wenn es dann zu einer EV kommt dann wird die Story nochmal teuerer.

    Hat der RA aus Köln denn irgendwo konkret Preisegenannt für seine Dienste?

    Comment by Anonymous — 10.12, 2013 @ 22:14

  72. Wenn man wegen der geringen Kosten nicht in der Schweiz seine Kosten wiederholen möchte, könnte man es auch hier bei der Telekom versuchen:

    “Wer eine wahre Auskunft erteilt hat, ohne dazu nach Absatz 1 oder Absatz 2 verpflichtet gewesen zu sein, haftet Dritten gegenüber nur, wenn er wusste, dass er zur Auskunftserteilung nicht verpflichtet war.”

    http://www.buzer.de/gesetz/4838/a67177.htm

    (§ 101 Abs. 6, die Telekom hätte wissen müssen, dass sie nicht zur Auskunft verpflichtet ist)

    Comment by DT — 10.12, 2013 @ 22:14

  73. @72

    Nur wurde die Telekom vom Gericht dazu aufgefordert, die Auskunft zu erteilen. Ich denke nicht, dass dieser Gesetzesartikel somit noch zutrifft.

    Comment by sj — 10.12, 2013 @ 22:31

  74. Eine zusätzliche Info.

    Mein Nachbar hat ebenfalls einen solchen Abmahnbrief erhalten.
    Daraufhin haben wir alle IP-Adressen die es im Haushalt gibt gecheckt, die Öffentlichen sowie die Internen, doch oh Wunder, KEINE stimmte mit dem im Abmahnbrief genannten überein!

    Comment by Anne — 11.12, 2013 @ 08:28

  75. @58 (Baxter):
    “Die werben da z.B. mit, daß denen der Abmahner bereits lange bekannt seien und verweisen in Einem -wie in diesem Fall- dann auf Urmann & Collegen.
    Das ist aber so in der Form Bullshit, weil diese sog. “anti-piracy”-Firmen dabei nicht berücksichtigt werden. Das ist ziemlich dämlich, weil die nämlich die Kohle zur Seite schaffen und dann plötzlich “insolvent” gehen.”
    Das ist nicht dämlich, sondern vollkommen korrekt. Wenn du ein Problem mit den Firmen(betreibern) hast, dann ab zur Staatsanwaltschaft und Anzeige erstatten. Der Anwalt ist jedoch auf die Verfolgung zivilrechtlicher Ansprüche beschränkt. Und da ist es nur sinnig die Anwälte zu verfolgen, denn die haben (solvente) Berufshaftpflichtversicherungen. Dazu, was bei den Firmen zu holen ist, hast du ja bereits selbst ausgeführt.
    Bei aller berechtigten Wut, es hilft sich mit der Materie in Ruhe auseinander zu setzen, ehe man wettert.

    @66 (Anonymus): “[...] denn die Fristen sind sehr kurz und wenn es dann zu einer EV kommt dann wird die Story nochmal teuerer.”
    Und was genau hat eine eidesstattliche Versicherung damit zu tun? Warum sollte ein abmahennder Anwalt überhaupt dazu berechtigt sein eine EV abzunehmen? Und mit welchen Kosten sollte die verbunden sein?
    Nein, an diesem Post stimmt leider nahezu gar nichts. Genau so wird aber ein “Wahn” geschaffen. Glückwunsch.

    @70 (Doris): “Auch so eine Superidee von unseren Richtern Abmahnungen per Mail für gültig zu erklären. Das eröffnet Spammern und Internetkriminellen ganz neue Möglichkeiten.”
    Wie kommst du darauf? Eine Abmahnung muss dem Abgemahnten zugehen, die Unterwerfungserklärung (vice versa) ebenfalls – es gelten die Zugangsregelungen des BGB. Ob nun aber jede E-Mailadresse, gerade bei ungeklärter Herkunft (Stichwort: Webcrawler), als Empfangseinrichtung beurteilt werden kann, ist m.E. fraglich. Daran ändert auch das Urteil des LG Hamburg nichts, das sich im Übrigen mit einem ganz anderen Problem (“Zugangsvereitelung durch SPAM-Filter / Firewall”) zu beschäftigen hatte.

    @74 (Anne):
    “Daraufhin haben wir alle IP-Adressen die es im Haushalt gibt gecheckt, die Öffentlichen sowie die Internen, doch oh Wunder, KEINE stimmte mit dem im Abmahnbrief genannten überein!”
    Die “öffentlichen” werden, sofern es keine Standleitung ist, dynamisch (also mit jedem Einloggen wechselnd) übertragen – geringe Abweichungen sind also möglich, hier ist nur der Block aus dem die IPs vergeben werden “sicher” zu vergleichen. Die “internen” sind hingegen völlig belanglos – sie werden nicht im Internet kommuniziert / verwendet. Das wäre auch Unfug, so viele Rechner wie z.B. als 192.168.0.101 unterwegs sind.

    Comment by KMK — 11.12, 2013 @ 09:13

  76. Auuch ich habe eine solche Abmahnung bekommen. Datum meines “unrechtmäßigen Verhaltens” ist laut der email der 27.12.2013. Wahrlich, es müssen Hellseher sein! Eine mich drängende Frage bleibt: muss ich irgendetwas unternehmen oder kann ich die email einfach ignorieren?

    Comment by ulla — 11.12, 2013 @ 10:08

  77. @Ulla: Alle Abmahnungen die per Mail kamen und Verstöße zum Gegenstand haben, die in der Zukunft liegen, sind Fälschungen und stammen nicht von der Kanzlei U&C. Die Anhänge könnten außerdem Malware enthalten, also bitte nicht öffnen.

    Comment by Stadler — 11.12, 2013 @ 10:44

  78. Ich habe auch eine Abmahnung und UE bekommen.
    ich beabsichtige zu schreiben:
    Ich bitte Sie um Fristverlängerung, da ich einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen werde.
    Ich habe ihr Schreiben(datiert auf den 3.12.2013) am Montag, 9.12.2013 erhalten. Sie haben eine Frist bis zum 11.12.2013 gesetzt, diese ist nicht einzuhalten.
    Außerdem bestreite ich, die mir zur Last gelegten Urheberrechtsverletzung begangen zu haben.
    Es ist durchaus denkbar, dass man auf irgendwelche Seiten, die man gar nicht aufrufen wollte, ungewollt und unbewusst weitergeleitet wurde.

    Comment by Jo — 11.12, 2013 @ 11:02

  79. Jo, wozu das?

    Comment by Doris — 11.12, 2013 @ 11:22

  80. @79 (Doris)
    Wegen der Fristverlängerung. Oder sollte ich alles verstreichen lassen und gar nichts machen? Das wäre auch problematisch.

    Comment by Jo — 11.12, 2013 @ 11:56

  81. Wieso soll das problematisch sein?

    Comment by Doris — 11.12, 2013 @ 11:59

  82. In dem Punkt ist @Doris zuzustimmen:
    Es gibt keinen Grund, irgendetwas zu tun.

    Im Übrigen gibt es keine Pflicht auf die Aufforderung eine Unterwerfungserklärung abzugeben (was nichts anderes wäre als einen Vertrags zu schließen) überhaupt zu reagieren. Mithin kann da schon prinzipiell nichts verfristen.

    Comment by KMK — 11.12, 2013 @ 12:14

  83. Ich bin von diesen Kommikern auch schon einmal abgemahnt worden und habe denen eine eigene Version einer Unterlassungserklärung gesendet (mit Anwaltlicher Hilfe um hier sicher zu sein).

    Danach haben sich die Herren immer wieder einmal gemeldet um “Geld” einzutreiben, dies wurde von mir immer freundlich aber bestimmt zurückgewiesen und das es mir eine Freude wäre dies vor einem ordentlichen Gericht zu klären. Insbesondere weil deren Beweisführung technisch gesehen lächerlich ist, ich bin seit über 25 Jahren in der Informatik (IT Security/Virtualisierung) und wie ein Gericht überhaupt einer solchen “Beweiskette” folgen kann ist mir absolut schleierhaft.

    Auch muss man die Frage stellen, ob diese sogenannten Anwälte ihre Anwaltszulassung beim Bingo gewonnen haben, die mir zugesendete Abmahnung war ein Lacher. Eine billige Fotokopie, eine IP Adresse die ich “nachweislich” nie gehabt habe und völlig haltloser Verstoß ohne auch nur den geringsten Beweis, außer natürlich der Behauptung das die Methode natürlich völlig sicher ist.

    Zur Sicherheit von Hashwerten, das wird ja gerne erwähnt… Wetten das es selbst ein 12 Jähriger schafft ohne grossen Umstand jeder Datei oder Datenpaket einen Hashwert seiner Wahl zu verpassen (egal ob MD5 oder sonst was). Auch um das weiterzuführen… Selbst der Umstand das solche Datenpakete evt. heruntergeladen worden sind stellt ebenfalls keinen Verstoss da, dies gilt insbesondere für Archive; technisch gesehen liegt hier überhaupt kein Urheberechtliches Werk vor sondern nur Datenmüll aus dem man nicht einmal ein Werk oder teile daraus rekonstruieren kann und hier muss erst einmal ein Beweis geführt werden das A) Ausreichend Daten für eine mögliche teilweise Rekonstruktion beim User vorliegen und damit verbunden B) Das dies auch zu 100% nachgewiesen werden kann und C) Der Nachweis nicht nur über Mac Adressen oder IP’s geführt wird, diese lassen sich ebenfalls extrem leicht fälschen oder manipulieren und jeder Jurist der dies als Beweis heranzieht hat von Hieb und stichfester Beweisführung noch nie etwas gehört, gleiches gilt für Richter die ohne neutrale Sachverständige darauf eingehen. Es sind mehr oder weniger nur Behauptungen um IT Laien schnell abzuzocken und darauf spezialisierte Kanzleien sollte man ohne Rücksicht auf Verluste samt angestellten Anwälten dauerhaft aus dem Verkehr ziehen.

    Alles andere in diesen Schreiben sind substanzlose Behauptungen, ich habe noch kein Schreiben der genannten Herren gesehen welches nicht innerhalb von kürzester Zeit technisch demontiert werden konnte.

    FALLT ALSO DARAUF NICHT REIN!

    …und seit dem ich in der Schweiz lebe muss ich mich zum Glück damit nicht mehr rumärgern. Hier gibt es zum Glück diese Abmahnkultur zur Unterstützung mittelloser Anwälte nicht. Mich würde einmal interessieren wie diese Anwälte den Abschluss gemacht haben, für ehrliche Arbeit scheint es ja nicht ausgereicht zu haben.

    lg
    Hotix

    Comment by Hotix — 11.12, 2013 @ 12:21

  84. Frage:Das heißt also man muß darauf gar nicht reagieren..?
    Ich habe gestern die Abmahnung erhalten und meine “Urheberrechtsverletzung”hat am 26.12.2013
    um 21:64:16 ??? stattgefunden ich bin meiner Zeit also weit voraus.

    Comment by edemanni — 11.12, 2013 @ 13:08

  85. @84 edemanni:
    Man sollte zumindest um eine Fristverlängerung bitten, nachdem die Fristen so knapp sind (was offensichtlich Taktik, aber juristisch sicher nicht in Ordnung ist!)
    Was meinen dazu die anderen hier?

    Comment by Jo — 11.12, 2013 @ 13:31

  86. @85 (Jo):
    Da es sich hier wohl eher um die “Abmahnung” handelt, die per E-Mail kam (also Scam, nicht einmal von U+C, mit Malware im Anhang) ist LÖSCHEN die einzig probate Lösung.

    Wenn es ein Schreiben von U+C ist, dann gilt das von mir (und soweit auch von @Doris) schon Gesagte: Nichts tun.
    Warum um alles in der Welt glaubst du, müsstest du diese Frist beachten?

    Comment by KMK — 11.12, 2013 @ 13:50

  87. @ 75 Werter KMK:
    EV = einstweilige Verfügung.

    Ich sag mal so, wenn jemandem eine Abmahnung mit einer Forderung im dreistelligen Bereich oder höher ins Haus flattert, die auch noch mit sehr kurzen Fristen versehen ist, dann passiert mit diesem Menschen folgendes:

    1. Er wird sich ärgern, dass jemand diese Forderung an ihn stellt.

    2. Er wird nicht gerade die Ahnung haben was man dagegen tun kann.

    Was der Empfänger dieser “Abmahnung” aber vielleicht mitgekriegt hat ist, dass man solch eine Sache ernst nehmen muss und das es, wenn man Pech hat die Sache noch teuerer werden kann, z. B. durch eine EV.

    Wenn man sich nämlich bei einem fünfstelligen Stretwert über die Richtigekit streteit, dann kann es eben richtig teuer werden.

    Man ist erstmal in einer “defensiven Position” als Empfänger und man will dort mit so wenig Schaden wie möglich rauskommen.

    Grundsätzölich bin ich gegen das gesamte “Abmahnwesen”, wenn es gegen Privatleute geht und “einzelne Werke” abgemahnt werden.

    Wenn sich da jemand das gesamte “Musikarchiv” eines Verlages oder das “gesamte” Filmarchiv eines Studios “runter- hochgeladen” haben soll, dann soll er auch dafür belangt werden.
    In welcher Höhe sollte man dann klären.

    Außerdem halte ich das gesamte “Abmahnwesen” im Kern für ein Spiel zwischen Anwälten.

    Manche werben da durchaus penetrant für, gerade aus “Computermessen”, in dem Tenor:
    Die “Abmahner sind zwar ‘böse’, aber es bringt uns Geld.”

    Auf der anderen Seite unterstelle ich mal, dass jede gute Anwaltskanzlei, auch im Urhber- und Vertragsrecht mit besseren Sachen befassen kann, als diesen “Massenkram” zu machen.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 13:56

  88. @ Hotix:
    Sie mögen ja mit allem recht haben, aber das Problem sind eben “Richter”, diese Herrschaften interessieren sich zum Teil gar nicht für techn. Zusammenhänge.

    Wie sagte OStA Böhme mal zu “Zalus”:
    “Da komme ich kaum mit. Wie soll ich das dem Richter erklären?”
    Da ging es um eine Wirtschaftsstrafsache.

    Das selbe Problem haben wir doch hier auch.
    Wieviele Richter mag es geben, die wirklich Ahnung von Information und Hash-Werten etc. haben?
    Die die Ahnung haben, die werden eher nicht auf den Stellen beim AG oder LG sitzen, sondern irgendwo in der Wirtschaft arbeiten.

    Außerdem am AG sind sowas immer “Massensachen” und da geht es um Effizienz und nicht um 100 % Richtigkeit.

    Grundsatz: Wem es nicht paßt kann vors LG gehen.
    Außerdem sollen wohl an einigen AGs Richterstellen geschaffen worden sein, gerade wegen der Abmahnungsfällen.
    Eine R1 sind ~ 3.700 € brutto.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 14:11

  89. @Anonymus:
    Ah… es ist etwas unglücklich zu einem Beitrag / zu Kommentaren in dem / denen mehrere Male von einer eidesstattlichen Versicherung, jedoch nicht einmal von einer einstweiligen Verfügung, die Rede war gerade Letztere mit “EV” abzukürzen. So macht es aber in der Tat mehr Sinn.

    Wobei sich dann m.E. eine Anschlussfrage stellt: Wenn die Abmahnung nach §97a II 2 UrhG unwirksam war… worauf stütz sich dann der Anordnungsgrund für die Verfügung?

    Wir brauchen ja gar nicht darüber zu streiten, dass da grober Missbrauch getrieben wird und es wünschenswert wäre, wenn mehr Staatsanwaltschaften da früher und rigider zwischen gingen. Auch nicht, dass es wünschenswert wäre, wenn die Gerichte die Ausstattung hätten, Anträge sorgfältiger zu prüfen. Nur die Glocke mit dem Kostenrisiko unnötig hoch zu hängen, das halte ich für verfehlt.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 14:19

  90. Sorry wenn einer von ihnen, mit einem Einkommen von vielleicht 1.500 € / Monat, 25.000 – 30.000 € haben will, dann habend sie ein größeres Problem als wenn es um ~ 1.000 € geht.
    Denn dazu kommen ja immer noch weitere Kosten aus dem RVG, um die geht es den Anwälten doch.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 14:42

  91. Was ist das hier?

    http://streaming-abmahnung.de

    Die Seite gibt’s mindestens seit dem 29.11.2013.

    Comment by Jemand — 11.12, 2013 @ 15:01

  92. Der eigentliche Skandal ist, dass sogar Experten auf diesen quark mit Vorsicht reagieren. Immer wieder die Formulierung “Rechtslage noch ungeklärt”. Hallo! Wenn ich im Radio was höre, muss ich mir jetzt die Ohren zuhalten, weil ich vorher nicht geprüft habe, ob der Sender die Rechte daran hat? Wenn im TV ein Youtube Clip gezeigt wird und ich sehe den, könnte ich dafür belangt werden, wenn die Rechte nicht geklärt sind? Was für ein Humbuck. Nur der Versender ist für die Klärung der Rechte zuständig, er hat ja auch den Vorteil (vielleicht verdient er ja zB durch Werbung auf seiner Seite oder durch Abos etc.) Ich werde ja auch nicht abgemahnt, wenn ich einen Film vom TV auf DVD aufnehme.

    Hallo ihr Hobby-Rechtsanwälte! Kann sich bitte mal jemand eindeutig festlegen, dass diese Abmahnungen rechtlich völlig ungefärliche sind oder muß man an unserem Rechtssystem tatsächlich derart zweifeln?

    Comment by filas1 — 11.12, 2013 @ 15:41

  93. bei U+C schreiben Sie jetzt

    Gefälschte Abmahnungen im Namen von U+C

    Seit gestern werden im Namen von U+C Abmahnungen per E-Mail verschickt, in denen den Empfängern Urheberrechtsverletzungen im Internet vorgeworfen werden. Diese E-Mail stammen nicht aus der Kanzlei URMANN + COLLEGEN. Abmahnungen im Namen unserer Mandantschaft werden ausschließlich per Post versandt. Sollten Sie eine derartige E-Mail erhalten haben, bitten wir darum, uns KEINE mehr zuzusenden. Falls die Email einen Anhang enthält, öffnen Sie diesen bitte keinesfalls, weil oft Schadsoftware mit versendet wird. Sie können dem Sender der Email antworten und ihm mitteilen, dass höchstwahrscheinlich sein Email-Konto und möglicherweise auch der komplette Computer gehackt wurde. Haben Sie selbst eine oder mehrere Emails mit englischen Fehlermeldungen erhalten wie z.B. “Undelivered Mail Returned to Sender” werden wahrscheinlich über Ihren Email-Account illegal Email versendet. Ändern Sie dann bitte schnellstmöglichst Ihr Email-Passwort und kontaktieren Sie einen Spezialisten, der Ihre(n) Computer auf Schadsoftware untersucht.

    Also dann die Mahn Emails löschen ???

    Comment by ac — 11.12, 2013 @ 15:43

  94. @Anonymous: (#89): Der Verfügungsanspruch ist der materiellrechtliche Anspruch (wenn er denn besteht) und zum Verfügungsgrund muss gesondert vorgetragen werden, weil es im UrhG keine Dringlichkeitsvermutung gibt. Eine ordnungsgemäße Abmahnung ist aber nach wohl hM keine Voraussetzung für einen Verfügungsgrund. Allenfalls könnte der Weg in ein sofortiges Anerkenntnis eröffnet sein. Die Gesetzesmaterialien zur Novelle des § 97a UrhG sind an der Stelle aber recht dünn.

    Comment by le D — 11.12, 2013 @ 15:56

  95. @ 94:
    Ich sprach in meinem Post vnicht vom vorliegenden Fall, sondern von der generellen Situation

    “Laie” vs. “spez. Abmahnkanzlei”.

    Das im hier vorliegenden Fall entweder U+C es mal versucht haben oder RA S. und das LG Köln nicht aufgepaßt hat ist mittlweile klar.

    Im Normalfall ist es so, dass man auf die Abmahnung reagieren muss oder man riskiert eben die Verfügung.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 16:19

  96. @73/sj

    Das sehe ich nicht ganz so. Aus dem Beschluss wird doch deutlich, dass das LG von ganz anderen Umständen ausging – Tauschbörse statt simplem Download, nichtmal, sondern streaming. Da hätte die DT wenigstens Beschwerde einlegen müssen um ihren Pflichten nachzukommen. Die Beschwerde gegen diesen Herausgabebeschluss sollte doch eigentlich auch jedem Betroffenen zustehen? Die Kenntnis, dass man durch diesen augenscheinlich fehlerhaften Beschluss betroffen ist, hat man doch erst frühestens durch eine solche Abmahnung erlangen können.

    Comment by DT — 11.12, 2013 @ 18:11

  97. Ich habe besagte Abmahnung per Post bekommen mit Frist 12.12. Ich habe versucht, meine Anwältin zu beauftragen, aber die lehnt ab weil sie nicht darauf spezialisiert ist. Was nun?
    Abwarten oder anderen Anwalt suchen? Fact ist jedenfalls, dass ich zu besagtem Zeitpunkt gar nicht zuhause war, also für das Filmgucken nicht verantwortlich sein kann. Und ich habe keine Rechtsschutzversicherung, die die Anwaltskosten übernehmen würde. Was ratet Ihr mir?

    Comment by cat — 11.12, 2013 @ 18:32

  98. http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/12/11/jetzt-spreche-ich-heute-thomas-urmann/

    Comment by Franzy — 11.12, 2013 @ 19:49

  99. da gibt es haufenweise anwälte, inklusive Stadler.
    Einen suchen, die arbeiten schnell und dann abwarten.

    gar nichts machen ist gefährlich.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 20:00

  100. Was vielleicht noch interessant ist: Für die Auskunftsbeschlüsse dürfte das Spruchrichterprivileg des § 839 BGB nicht gelten, da es sich nicht um ein auf Rechtskraft gerichtetes Verfahren handelt, sondern auch nach zurückweisenden Beschlüssen neue Anträge gestellt werden könnten. Bei richterlichen Amtspflichtverletzungen außerhalb des Anwendungsbereichs des § 839 Abs. 2 Satz 1 BGB besteht eine Schadensersatzpflicht des Dienstherrn auch für grobe Fahrlässigkeit (BGH, Urteil vom 3. Juli 2003, III ZR 326/02).

    Comment by H.M. — 11.12, 2013 @ 20:06

  101. @98:
    Wenn das was da in dem Interview steht stimmt, dann sollte sich das BVerfG mal mit der Sache befassen.
    Denn hier geht es um nichts anderes, als das sich eine Gruppe von Anwälten das Recht “zur Beute” macht.

    Das ist dann kein Rechtsstaat mehr, vor allem wären solches Vorgehen nicht vom dt. “Positivrecht” gedeckt, sondern ähnelt mehr dem “common law”: Ich klage solange bis mich ein Richter aufhält.

    Damit könnte mqan den Art. 20 GG eigentlich “eindampfen.

    Comment by Anonymous — 11.12, 2013 @ 20:45

  102. Also, sollte ich so eine Mail bekommen, werde ich einem Freund Bescheid geben. Der soll mir nen anständigen Virus da rein packen, dann sende ich die zurück oder weiter. :)

    Comment by Egal — 11.12, 2013 @ 22:06

  103. Urmann’s Secret auf frag-einen-anwalt.de:

    http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=249036

    Comment by Raffael — 11.12, 2013 @ 23:30

  104. Hier sind Gesetzgeber und möglichst schnell die Staatsanwaltschaft gefragt, diesen dubiosen Urmann&Complizen das Handwerk zu legen und nach rechtskräftigen Verurteilungen Berufsverbot erteilen.Ich werde schon mal auf der Grundlage der zahlreichen Zeitungsberichte zur jüngsten Abmahnorgie Urmanns Strafanzeige wegen Betrugsverdachts einrichen und die zuständige Anwaltskammer zum Handeln auffordern.

    Comment by Juraline — 12.12, 2013 @ 01:30

  105. Ich habe fristgerecht – ohne Anwalt – der Kanzlei eine Abweisung geschrieben. Ein Einspruch/ Widerspruch. Der Hauptsatz: “Gegen diese Abmahnung widerspreche ich—”,das müßte doch reichen. In kurzen Sätzen erläuterte ich ebenfalls noch einige Punkte, wie unbekannte Herkunft der IP, Streaming nicht strafbar, Film nicht gesehen. Kann mir dann trotzdem einfach eine EV geschickt werden?

    Comment by e2-e4 — 12.12, 2013 @ 02:33

  106. Wie sieht das eigentlich bei älteren Betroffenen aus? Z.b. bei 80 jährigen, die noch selbstbestimmend leben.

    Comment by e2-e4 — 12.12, 2013 @ 02:45

  107. Update aus dem LG Köln: http://www.mueller-roessner.net/aktuell/artikel/article/streaming-abmahnungen-der-kanzlei-u-c-in-sachen-redtube-landgericht-koeln-gibt-erste-auskuenfte-zur.html

    Comment by Gast — 12.12, 2013 @ 12:24

  108. Wie sieht es überhaupt aus…die Mehrwertsteuer wird da nicht aufgeführt…oder ist diese in den Kosten enthalten..wenn nicht kann man Strafanzeige stellen wegen Steuerhinterziehung..der Staat würde sich freuen

    Comment by Gaia — 12.12, 2013 @ 16:19

  109. @108: der Auftraggeber ist dann zum Abzug der Vorsteuer berechtigt und der Gegner schuldet eine Erstattung nur netto.

    Comment by le D — 12.12, 2013 @ 16:23

  110. Ich frage mich mehrer Dinge:
    1. In dem Auskunftsbeschluss steht zu recht, dass nur bei eindeutiger Rechtslage Auskunftsanspruch besteht. Das ist hier ja offensichtlich nicht der Fall.

    Außerdem steht nirgendwo ausdrücklich, daß Redtube die Filme unberechtigt nutzt. Woraus ergibt sich eigentlich, daß nicht der Rechteinhaber die Filme dort selbst eingestellt hat?

    2. Nach meiner Kenntnis ist es Rechtsbeugung, wenn ohne Prüfung des Sachverhalts bzw. vollkommen abwegig entschieden wird. Hat das einmal jemand genauer geprüft? Es kann doch nicht sein, daß Gerichte nicht mehr ordentlich arbeiten, weil sie unter der Last der Anträge zusammenbrechen. Sie müssen dennoch sorgfältig arbeiten, für ausreichend Kapazitäten muss dann die Politik sorgen.

    3. Es kann doch nicht sein, dass die jetzt in der Welt befindlichen Adressen weiter genutzt werden dürfen; noch dazu wie von RA Urmann angekündigt absichtlich vor Weihnachten. Einmal ganz abgesehen davon, daß das den Familienfrieden oft stark sören wird (Persönlichkeitsrechte) muss es doch Möglichkeiten geben, daß die Staatsanwaltschaft oder der Landesbauftragte für den Datenschuzt (und die Rechtsanwaltskammer) das angekündigte weitere Vorgehen sofort unterbinden.

    Es kann doch nicht sein, daß eine Kanzlei ankündigt, offensichtlich unberechtigte Abmahnungen mit offensichtlich unberechtigt erhaltenen Daten massenhaft zu versenden und in einem Rechtsstaat dem nicht Einhalt geboten werden kann.

    Comment by Gast — 12.12, 2013 @ 17:13

  111. Ich bin allein erziehende Mutter eines 14jährigen und habe eine U+C-Abmahnung per Post erhalten. Die IP-Nummer ist nicht korrekt (woher haben die meine Anschrift???!), zur fraglichen “Streaming”-Zeit war mein Sohn in der Schule. Jemand anderes aus dem Haushalt hat mit Sicherheit kein Interesse an derartigen “Filmchen”.
    Ich habe aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit, mich juristisch vertreten zu lassen und frage mich nun mit Sorge, wie und ggf. ob ich mich wehren kann.
    Wie kann es in diesem unseren Rechtsstaat möglich sein, daß ICH meine Unschuld beweisen muss und dieser Verbrecher-Anwalt ungestraft sein Unwesen treiben darf?

    Comment by Gästin — 12.12, 2013 @ 18:06

  112. Machen SIE erstmal gar nichts und halten die Füße still. Das werden andere für Sie erledigen.

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 19:22

  113. Ich frage mich, warum nicht jeder Abgemahnte sofort eine Anzeige (auch online) wegen versuchten Betruges, offensichtlichem Datenmißbrauch und Ehrverletzung/Beleidigung macht. Das würde ich als erstes tun.

    Diese Abmahnung ist ein schlechter Witz und eine weitere Schande für die deutsche Jurisprudenz. Im Übrigen an die Menschen, die hier so offensichtlich ängstlich vor den Mahnschreiben sitzen: Es können Euch tausende Rechtsanwälte schreiben, solche Schreiben haben die gleiche Wirkung als wenn Euch Euer Nachbar schreibt. Sie sind ohne jeden Belang. Widersprechen, wegschmeißen, auf ein evtl. gerichtliches Mahnverfahren warten, voll umfänglich widersprechen und spätestens dann ist die Luft raus: Ich jedenfalls nutze diese Schreiben mittlerweile als Tapetenersatz.

    Neben den Abmahnanwälten verdienen auch die Schutzanwälte! In Italien nennt man sowas MAFIA!

    Comment by Robespierre — 12.12, 2013 @ 19:23

  114. Hat schon einmal jemand festgestellt, dass sein PC
    vorher infiziert wurde?

    Kann es sein, dass der Browser modifiziert wurde
    und es kein proxy anzeigte, obwohl die Umleitung im Hintergrund doch über Proxy lief.

    Browser stand in “Absturzpose” und Rechner arbeitete trotz Absturz wie verrückt.
    Von all dem sah der User nichts.
    Denn es lief alles im Hintergrund ab.

    Comment by md — 12.12, 2013 @ 19:24

  115. Hab noch vergessen zu fragen, ob der Internetserviceprovider die BENUTZERKENNUNG
    der Kunden mit herausgeben darf.

    Comment by md — 12.12, 2013 @ 19:26

  116. Hallo Gästin,

    dieser Vollpfosten von U&C sind nichts anderes als Verbrecher. Kümmern sie sich um ihre Kinder und nicht um diesen Bockmist – wegschmeißen!

    Comment by Robespierre — 12.12, 2013 @ 19:29

  117. Hallo? Jetzt bewahrt mal Ruhe! Alleine aufgrund der obigen Postings könnte auf jeden von Euch eine Schadenersatzklage in vierstelliger Höhe zukommen! Mal im Zaum halten! Irgendwann ist es mal gut. Ihr schadet Euch selber.

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 19:29

  118. Hallo Michael,

    ich fass es nicht. Willst Du jetzt zum LG Köln gehen und die geloggten IP-Adressen klären und uns dann wg. Meinungsäußerung in einen Schadenersatzprozess verwickeln…???

    Comment by Robespierre — 12.12, 2013 @ 19:33

  119. Jetzt ist hier mal Ruhe!!

    Alleine aufgrund der Hetze, Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung könnte die betroffene Kanzlei Euch oder Herrn Stadler verklagen. Die Summe würde sicher sechsstellig.

    Die obigen Beiträge haben oft mit freier Meinungsäußerung nichts zutun. Ich rate hier ausdrücklich zur Vorsicht und den Blick in das Strafgesetzbuch zu werfen.

    Reißt Euch gefälligst zusammen!

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 19:38

  120. @111 ganz einfach: Strafanzeige wegen Betruges ua. stellen.
    Die Staastanwaltschaft nimmt das gerne entgegen.

    Comment by Klaus — 12.12, 2013 @ 19:40

  121. Ach so, der Michael ist der Blockwart hier. Sorry Massa ich werde wieder lieb sein, denn der Sch… rentiert nicht!

    Comment by Robespierre — 12.12, 2013 @ 19:41

  122. Die Klagewelle wird juristisch aufgeklärt, Strafanzeigen sind erstattet worden. Wir werden daher erfahren, wie die Kanzlei an die IPs gekommen ist. Und jetzt bitte etwas sachlicher, sonst werdet Ihr an die Kanzlei Geld überweisen müssen, was Ihr sicher nicht wollt.

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 19:42

  123. Hallo,
    btw: müssten die Abmahnungen, um wirksam zu sein, nicht per Einschreiben zugestellt werden?

    Gruß Theo

    Comment by Theo — 12.12, 2013 @ 19:47

  124. Michael schreibt:
    Und jetzt bitte etwas sachlicher, sonst werdet Ihr an die Kanzlei Geld überweisen müssen, was Ihr sicher nicht wollt.
    __________________________________________-
    Und das im 21sten Jahrhundert, in dem Hexenverfolgung eigentlich nicht mehr stattfindet. Unsachlich ist schlicht die Abmahnung der Herren U&C und nicht die Kommentare der Leser dieses Bloqs. Bleiben Sie also auf dem Teppich!

    Comment by Robespierre — 12.12, 2013 @ 19:48

  125. Hier hat mal ein IT-ler die Verflechtungen dieser The Archive AG mit itGuards Inc untersucht, sehr interessant:

    http://blog.kowabit.de/porno-sein/

    Comment by Charlotte — 12.12, 2013 @ 19:52

  126. Wenn Ihr was zu plärren habt, dann geht auf Eure Boards. Stadler wird die Probleme für Euch nicht ausbaden. Im gesamten Strang hat es Formulierungen gegeben, die die betroffene Kanzlei zu hohen Schadenersatzklagen ermuntern könnte. Da wurde der von mir genannte Straftatbestand munter bedient. Möchtet Ihr zahlen? Sicher nicht.

    Daher bleibt jetzt bitte sachlich.

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 19:53

  127. Wer auch immer hierfür verantwortlich ist: Die Sache wird durch die Justiz geklärt werden. Und falls jemand Unrecht begangen haben sollte, z.B. ein Anwalt oder mehrere, ist er / sind sie ganz schnell ihre Zulassung los. Also Ruhe bewahren, in der BRD ist heute vieles bis alles möglich.

    Comment by RA Martin Schmid — 12.12, 2013 @ 20:38

  128. Erstmal sollten sich einige Surfer darüber klar werden, dass Sie sich im WWW befinden und nicht in ihrer Stammkneipe. Sie sollten wissen, daß auch die betroffene Kanzlei hier alle Beiträge kopiert.

    Die Abmahnbetroffenen legen trotz der Umstände bitte sofort Widerspruch ein, sollten Schreiben im Briefkasten landen.

    Comment by Michael — 12.12, 2013 @ 20:53

  129. Ich habe heute u.a. Strafanzeige erstattet, und zwar vor allem wegen des Umstandes, dass die Mandantin gleichzeitig zwei Filme, zufällig derselben “Firma”, gestreamt haben soll, was ich für ausgeschlossen halte. Die Wortschöpfung “Doppelstöhnbelastung” (Nr. 43, Doris) ist genial, und ich hoffe, daß ich keine Urheberrechtsverletzung begehe, wenn ich dieses schöne Wort zitiere!

    Comment by Roland — 12.12, 2013 @ 21:58

  130. @112, 116, 120 – danke!

    Comment by Gästin — 12.12, 2013 @ 22:27

  131. Man soll Urheberrechtsverletzung begangen haben wenn man sich eine Sache im Internet ansieht, welche ein Anbieter extra zum Zwecke von “bitte anklicken und anschauen !!!” dort eingestellt hat ?? Also geht’s noch ! Ich hoffe unsere Justiz klärt diesen dubiosen Sachverhalt schnellstmöglich auf.

    Comment by Justin — 12.12, 2013 @ 22:28

  132. Da ich immer wieder lese, dass beim Streamen immer auch Teile im Speicher zwischengelagert werden, möchte ich doch mal ansprechen, dass dieses auch dann schon der Fall ist, wenn ich irgendeine URL aufrufe. Sind auf dieser Seite irgendwelche medialen Bestandteile vorhanden, sind diese automatisch temporär im Rechenspeicher und nicht nur auf dem Monitor vorhanden. Nach U&C-Praxis könnte man diese unabänderliche Tatsache zum Geschäftsmodell ausbauen und das Internet (zumindest hierzulande) begraben.

    Comment by Bernd — 12.12, 2013 @ 22:56

  133. Zum Glueck sind die Koelner Richter an diesem mafioesen Geschaeftsmodell nicht beteiligt.

    Denn das waer ja verboten.

    Comment by Benedikt Stiersdorfer — 13.12, 2013 @ 05:09

  134. Ich denke, es reicht, falls man einen solchen Abmahnungsbrief bekommt, eine einfache eingeschriebene Antwort, mit dem Hinweis darauf, dass der REDTUEB-Kanal ausgewiesen ist als freie Seite ohne Nutzungsvorschriften und ohne Rechtsauflagen bezüglich des Anklickens bestimmter Inhalte, so dass von einem Gratisportal im Streaming-Modus ausgegangen werden muss, dessen Nutzung straffrei ist. Insofern ist der Gegenstand aufgrund falscher Vorwürfe und einer falscher Sachlage gegenstandslos. Die Abmahnung wird vom Empfänger aufgefasst als Nötigung und Drohung, was den Brief selbst zu einem Rechtsgegenstand werden lässt, von dem der Empfänger sich im Falle weiterer Schreiben vorbehält selbst REchtsmittel einzulegen.
    Ich denke, ein solcher Brief sollte ausreichen, die Sache zu beenden. Eigentlich ist es schon schade nur um das Porto eines solchen Briefes, ja, schon nur um die Zeit, die man mit dem Ausdenken und Verfassen verbringt, Zeit, die man, möchte man noch eins draufsetzen, der Kanzlei durchaus in einem Nachsatz in Rechnung stellen kann!

    Ich finde es übrigens beunruhigend, wie das ehemals legere und freie Internet, immer mehr Einengungen und Fallstricke aufweist, ich fange zunehmend an, den Spass am Surfen zu verlieren …

    Comment by JDHafner — 13.12, 2013 @ 05:56

  135. Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei der Abmahnung geht es angeblich um eine Urheberrechtsverletzung. Nur die Urheberrechtsverletzung steht immer noch frei und öffentlich abrufbar im Netz. Die Anwälte U+C haben scheinbar nicht den Verursacher abgemahnt. Daher steht hier eindeutig die Geldabzocke im Raum.

    Ich bin anderer Meinung als Herr RA Stadler. Das LG Köln muss jeden Antrag genau prüfen. Das Durchwinken von Anträgen kann auch der Pförtner übernehmen. Dazu brauchen wir keine teuren Richter.

    Die IP-Adressen auf den Abmahnschreiben sind höchstwahrscheinlich falsch. IP-Adressen ändern sich von Zeit zu Zeit (ca. alle 24 Stunden). Die Telekom hätte bei der Vielzahl der Anträge auf Abmahnungen erhebliche Arbeit zu leisten, nämlich Zeit, Benutzerkennung und IP-Adresse müssten verglichen werden. Zudem kommt es auf den Suchbegriff an, den die Anwälte angeben hätten müssen (ansonsten wäre das Suchen sehr aufwendig bzw. nicht möglich) und woher haben die Anwälte den Suchbegriff? Woher soll die Telekom aus dem Nichts wissen, wo sie suchen sollten? Der Suchbegriff ist nicht zu unterschätzen. Ich war Telekommitarbeiter und mit Datenbankmanagement beschäftigt. Die meisten damaligen Telekommitarbeiter hatten Schwierigkeiten ihre eigenen eingegebenen Fakten wieder zu finden, weil sie ohne Suchbegriff am Anfang arbeiteten. Das ist kein Witz. Die damalige Telekommitarbeiter beschwerten sich sogar, dass ihre Angaben nicht auffindbar waren. Ich hatte damals mit aufwendigen Suchbegriffen gearbeitet und konnte somit meine Daten finden, aber ich war damals der Einzige in meinem Gebiet.

    Das LG Köln zitiert laut Gutachten das Stoppen und Wiedergabe des jeweiligen Videos. Das ist nicht möglich. Entweder sollten sich die Richter schulen lassen oder technische Berater zur Seite stellen.

    Danke.

    Uwe.

    Comment by Uwe — 13.12, 2013 @ 10:05

  136. auf der mmnews Seite ist das Porno-Urteil des LG München vom 28.06.2013 angeführt. (Az.7 O 22293/12)
    das sagt viel über den Urheberrechtsschutz diverser Filme. ( http://www.mmnews.de/index.php/etc/16186-redtube-abmahnung-rechtswidrig#13869388062622&if_height=3893)
    Vor allem, daß das Gericht festgestellt hat, das der “Gestattungsbeschluß” zu Unrecht ergangen ist.

    Comment by klaro — 13.12, 2013 @ 13:51

  137. auf der mmnews Seite ist das Porno-Urteil des LG München vom 28.06.2013 angeführt. (Az.7 O 22293/12)
    das sagt viel über den Urheberrechtsschutz diverser Filme. ( http://www.mmnews.de/index.php/etc/16186-redtube-abmahnung-rechtswidrig#13869388062622&if_height=3893)
    Vor allem, daß das Gericht festgestellt hat, das der “Gestattungsbeschluß” zu Unrecht ergangen ist.

    Comment by klaro — 13.12, 2013 @ 13:51

  138. Unabhängig von der Tatsache, dass die Abmahnungen die Vorgaben nach § 97a Abs. 2 S. 1 Nr. 4 UrhG nicht erfüllen und deshalb nach § 97 a Abs. 2 S. 2 UrhG unwirksam sind, steht zwar nebensächlich, aber nicht unwichtig, die Frage nach den Filmrechten im Raum. Die Behauptung über die entsprechenden Auswertungsrechte zu verfügen, ist bei der höchst komplizierten Materie des Filmrechts schon ein sehr gewagtes Vorgehen und kann eigentlich nur bei einer, von den technischen Gegebenheiten der moderneren Medien überforderten Justiz, zu solch einem Beschluss führen. Es wurde in diesem Fall, meiner Auffassung nach, nicht ausreichend nachgewiesen, ob der Anbieter Redtube über keine oder entsprechende Rechte/Lizenzen verfügt, Trailer oder Appetizer, Teile eines Filmes, oder ganze Filme zur kostenlosen Betrachtung ins Netz zu stellen. Erfahrungsgemäß besteht auch die Möglichkeit, dass die Auswertungsrechte nach Sendeformaten wie HD, SD, mp4, mp2 und so weiter, geteilt wurden und weltweit dann unzählige Rechteinhaber vorhanden sind. Letztlich ist oft der Hauptlizenzinhaber eine Bank, der die Rechte als Sicherheit überlassen wurden und die keine Kenntnis von den entsprechenden Vorkommnissen nimmt.

    Comment by GHAlbers — 13.12, 2013 @ 15:13

  139. Wenn die U+C Rechtsanwälte damit durch kommen würden, heißt es auch, das nicht nur das Ansehen (streaming) im Internet, sondern auch das Ansehen beim Fernseh-TV unsicher wird. Wie soll ich wissen, ob ich eine angeblich geklaute Fernsehsendung sehe oder nicht?

    Aber der Nachweis der IP-Adresse muss nachgewiesen werden. Ich weiß ehrlich nicht, wie die Kanzlei das nachweisen soll, weil die IP-Adresse sich ständig ändert. Dadurch kommen auch Leute in Verdacht, die nicht einmal zu Hause am Computer waren.

    Uwe

    Comment by Uwe — 13.12, 2013 @ 15:41

  140. Sehr geehrte Damen und Herren,

    es ist möglich seine eigene IP-Adresse zu bestimmen (http://www.wieistmeineip.de/). Laut der IP-Adresse, die auch mit anderen Internetseiten übereinstimmen zur Bestimmung meiner IP-Adresse, müsste ich jetzt zwischen Germünden und Haina sitzen. Das ist völlig falsch. Anhand meiner jetzigen IP-Adresse sind die angegebenen Benutzer- und Nutzerdaten falsch. Ich sitze jetzt mindestens 500 km von diesem angegeben Ort entfernt.

    Wenn die Daten zum heutigen Tag schon falsche sind, sind sie mit Sicherheit an dem angegeben Tag erst recht. Jeder Angemahnte sollte die Bestimmung seiner IP-Adresse verlangen.

    Danke.

    Uwe

    Comment by Uwe — 13.12, 2013 @ 16:36

  141. Eine andere Internetseite ( http://www.eigene-ip.de/ ) bestimmt zwar die richtige Stadt und PLZ, aber noch den falschen Ort. Jetzt sitze ich nur noch mindestens 6 km vom Bestimmungsort meiner IP-Adresse. Das ist noch zu ungenau.

    Uwe

    Comment by Uwe — 13.12, 2013 @ 16:45

  142. Hab auch mal gerade http://www.eigene-ip.de ausprobiert. Ergebnis: keine PLZ gefunden, Ort: völlig falsch und weit entfernt aber Germany stimmt zumindest. Damit läßt sich gar nix anfangen.

    Comment by Justin — 13.12, 2013 @ 17:12

  143. Wenn ich mir einen Film aus der Videothek ausleihe, wird der ja auch zwischegespeichert. Und ne Sicherheitskopie darf man da ja nicht machen.CD’s werden auch im CD Player zwischengespeichert.

    Comment by e2-e4 — 13.12, 2013 @ 18:01

  144. Jetzt wird’s interessant !

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Porno-Abmahnungen-Indizienkette-zur-IP-Adressen-Ermittlung-verdichtet-sich-2065879.html

    Comment by Justin — 13.12, 2013 @ 21:24

  145. Ein fiktives Beispiel…( ganz simpel ausgedrückt) angenommen auf Grund dieser dieser unbegründeten Abmahnung geht zum Beispiel eine Beziehung zu Bruch ( ware wohl eh eine schlechte Beziehung aber soll ja nur ein Beispiel sein). Infolge dessenwird der gemeinsame Hausstand aufgelöst… Neue Wohnung = Kosten. Könnte man Schadensersatz fordern?

    Comment by Doc — 14.12, 2013 @ 01:28

  146. http://m.heise.de/newsticker/meldung/Porno-Abmahnungen-Indizienkette-zur-IP-Adressen-Ermittlung-verdichtet-sich-2065879.html?from-classic=1

    Comment by Doc — 14.12, 2013 @ 01:37

  147. Die Auskunftsbeschluesse online bei (http://www.abmahnhelfer.de/redtube-abmahnungen-abmahnhelfer-stellt-auskuenftsbeschluesse-online)
    Das Landgericht Köln ist jetzt in der Beweispflicht, daß es vom Antragsteller getäuscht wurde.

    Comment by klaro — 14.12, 2013 @ 14:35

  148. @Nr. 148: Sie haben offenbar nicht verstanden, daß es hier nicht um das Ihrer Ansicht nach unmoralische Verhalten von “Wichsern” geht, sondern mal wieder um den Mißbrauch des unseligen Abmahnwesens. Und das Besondere und Erfreuliche an den hier diskutierten Abmahnungen ist, daß es dieses Mal für die Abmahner nach hinten losgehen könnte!

    PS: Vergessen Sie nicht, Ihre Tastatur zu reinigen!

    Comment by Roland — 14.12, 2013 @ 17:29

  149. @148 zu Nummer 148

    Selbstgespräche?

    Comment by Gemeinde — 14.12, 2013 @ 20:36

  150. @149: Ich führe keine Selbstsgespräche,sondern habe zu einem Beitrag eines gewissen Michael Stellung genommen, der offenbar erkannt hat, daß er gerade Unsinn verbreitet hatte. Und plötzlich ist dieser Beitrag wieder gelöscht worden. Na sowas! Grins!

    Comment by Roland — 14.12, 2013 @ 21:53

  151. Früher gab es ein Begriff für das jetzige Tun von Urmann und Complizen: Wegelagerei.

    Hier wurde höchstwahrscheinlich mit Zwangsumleitungen gearbeitet, nur so kann ich das Mauern der beteiligten Abmahner in Sache Herkunft der IP-Adressen verstehen. Das LG Köln braucht unbedingt Schulungen für das Thema.

    Die Cache-Kopie beim Streaming ist eine technische Abfolge ohne Einfluss des Nutzers. Daher kann eine Vervielfältigung in dem Sinne nicht einmal im Ansatz vorgetragen werden. Hinzu kommt die Möglichkeit einer Privatkopie und die Portale waren und sind legal, Ebenfalls sind die Portale keine Download-Portale, wie selbst einer der Abmahner Daniel Sebastian behauptet.

    Warum werden nicht die entsprechenden Portale abgemahnt, wenn sie illegale Filme zeigen?

    Comment by Uwe — 15.12, 2013 @ 22:42

  152. Dumme Laienfrage: Was ist mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Richter im LG Köln? Keine Einzelfallprüfung, falsche Bewertung der technischen Voraussetzungen ….

    Können Nichtbetroffene in so einem Fall das machen, da ja wegen der grundsätzlichen Folgen ein erhebliches öffentliches Interesse besteht?

    Comment by HPR — 16.12, 2013 @ 13:39

  153. Ach was nützen alle die schönen schmutzigen Einzelheiten, wenn sie doch nicht verwertet werden. Wie sagte RA Solmecke so schön sinngemäß: Solange keiner Geld in die Hand nimmt wird sich an der rechtlichen Situation nichts ändern und U+C wird Deutschland weiterhin mit Abmahnungen überziehen. Man müsste also per Kickstarter Projekt Geld sammeln (bei -zig tausend Abgemahnten kämen schon allein bei 2,- pro Nase eine hübsches Sümmchen zusammen) und dann klagen bis dem Herrn Urmann und Konsorten schwarz vor Augen wird.

    Comment by Brause — 16.12, 2013 @ 14:05

  154. Wer einem schon fast leid tun kann (aber nur fast) ist dieser Andreas Roschu. Der hat doch echt eine *eidesstattliche* Versicherung abgegeben! Wenn die Abmahnwelle rechtlich den Bach runtergeht – und so siehts ja wohl aus – ist der einfach nur Opfer: RA Sebsatian und U+C werden sich denke ich sofort aus der Sache rausreden und *alles* auf ihn schieben. Denn Andreas R. hat bestätigt, dass die “Ermittlung” rechtmässig sei – niemand sonst. Ich geb mal einen Tipp ab: entweder der gibt möglichst schnell bei der Staatsanwaltschaft alles zu und hofft auf Gnade oder er wird flüchtig. Ich tippe mal auf zweiteres. “Die Revolution frisst ihre Kinder” (Vergniaud)

    Comment by Peter Okupniak — 16.12, 2013 @ 16:38

  155. Der Paragraph 44 UrhG regelt das doch ganz klar:
    § 44a
    Vorübergehende Vervielfältigungshandlungen
    .

    Zulässig sind vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellen und deren alleiniger Zweck es ist,

    1. eine Übertragung in einem Netz zwischen Dritten durch einen Vermittler oder
    2. eine rechtmäßige Nutzung

    eines Werkes oder sonstigen Schutzgegenstands zu ermöglichen, und die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben.

    Comment by Justin — 16.12, 2013 @ 19:24

  156. frage wenn man nix macht welcher Richter gibt denn eine EV statt ? welche Begründung gibt man an ?

    Comment by primus — 17.12, 2013 @ 10:21

  157. Ich bin kein Jurist, aber so wie ich das sehe ist eine Eidesstattliche Versicherung eine Art “bekräftigte” Aussage über einen bestimmten Sachverhalt. Die wird eben deshalb sehr ernst und für wahr genommen, da, wenn es sich herausstellt, das sie nicht stimmte, Geld- und Haftstrafen drohen.

    Comment by Peter Okupniak — 17.12, 2013 @ 13:39

  158. Zu 153

    Wo kann ich denn 2 € spenden?
    Bin selbst nicht betroffen, aber das finde ich ist eine gute Idee.

    Comment by MD — 17.12, 2013 @ 16:32

  159. Sollte man nicht neue Zugangsdaten beim ISP
    verlangen, schliesslich hat der Internetservice-
    provider ja auch die Benutzerkennung mit herausgegeben.

    Anschlussinhaber – ginge ja noch – wenn es rechtens gewesen wäre,
    aber die Benutzerkennung, das finde ich übereifrig.

    Die Benutzerkennung ist doch hoffentlich nicht
    abhanden gekommen – auf anderem Wege?

    Comment by MD — 17.12, 2013 @ 16:37

  160. Es bleibt ein spannender Krimi, in dem sich die Hauptakteure langsam voneinander distanzieren. Ich zitiere mal aus http://www.netzwelt.de:
    “Für ihn [Urmann] sei es völlig egal, ob die IP-Adressen illegal beschafft wurden oder nicht.” [Zitat Ende] Und schon passierts: zu Andreas Roschu wird auf Abstand gegangen – kann ja sein, dass *der* illegal gearbeitet hat. Hat mit ihm – Urmann – ja nix zu tun. Schon wird zu den ersten Bauernopfern langsam Distanz aufgebaut…

    Comment by Peter Okupniak — 17.12, 2013 @ 17:38

  161. http://www.piratenpartei.de/2013/12/17/redtube-weitere-leaks-beziffern-einnahmen-aus-illegalen-abmahnungen/

    Comment by Justin — 17.12, 2013 @ 18:16

  162. Jetzt könnten doch mal die Anwälte, die Abmahnopfer vertreten und dabei ja auch nicht schlecht verdienen, tätig werden. Tut Euch doch mal zusammen und zeigt, ob Ihr das ernst meint mit dem internetweiten Anspruch, Abmahnopfern zu helfen, oder ob ihr nur auf dem Goldteich mitfischt. Es hat sich ja auch für Eure Kanzleien gelohnt. Nun könnt Ihr einiges zurückgeben, wenn auch Ihr Euch an Klagen gegen die Abmahner anhängt.

    Comment by Ulf — 17.12, 2013 @ 22:24

  163. http://www.chip.de/news/Redtube-Wurden-die-Opfer-in-die-Falle-gelockt_66033141.html

    insiderwissen… verzwickte Vetternwirtschaft. Betrug mit System.

    Comment by No Match — 17.12, 2013 @ 22:50

  164. Was mich an der ganzen Sache stoert, ist das Gutachten von Diehl&Partner. Nach meinem Wissen ist dies ein hoch serioeses Unternehmen, was also haben die begutachtet? Ich kann mir nicht vorstellen das sich solch ein Unternehmen auf ein Gefaelligkeitsgutachten einlaesst.

    Comment by Grummel — 18.12, 2013 @ 00:22

  165. …und der Krimi geht weiter; die Staatsanwaltschaft Köln denkt über ein Ermittlungsverfahren bzgl. der Eidesstattlichen Versicherung nach. Jetzt gehts dem “IT-Experten” A.R. wohl langsam an den Kragen. Der wird, anstatt strafmildernd zu kooperieren, vermutlich beten, dass alles noch gut geht. Meine Vermutung: die beteiligten Rechtsanwälte werden sich herausreden. Von nichts illegalem gewusst haben. Was bleibt? Viele eingenommenes Geld von den bisherigen Zahlern und in eidesstattlicher “Experte” im Knast.

    Comment by Peter Okupniak — 19.12, 2013 @ 02:16

  166. Die Forderungen gegen Archive AG sollte man schon machen. Laut Bilanz war 2012 das Geschäftsguthaben immer noch 100 000Sfr (wie bei der Gründung).
    Was ich mich frage ist, ob man das Landgericht Köln nicht mit einer Strafanzeige versehen könnte – anscheinend findet die Zustimmung für die Weitergabe der Adr-Daten ohne vorgeschriebene Prüfung statt.

    Comment by Michael — 19.12, 2013 @ 10:11

  167. … und die haben 2012 keine Steuern gezahlt (also gar keine Umsätze gehabt)?

    Comment by Peter Okupniak — 19.12, 2013 @ 12:44

  168. Nächste Stufe des Krimis: die Frankfurter Rundschau schreibt:

    “Es gehe darum, ob jemand gegenüber dem Landgericht Köln falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben habe, um an Nutzerdaten heranzukommen.

    Bremer stellte auf Anfrage klar, dass sich die Ermittlungen nicht gegen die Regensburger Kanzlei richteten, die die Abmahnungen verschickt habe. Dies habe die Staatsanwaltschaft auch nie behauptet.”

    Sprich: Urmann ist fein raus, der eidesstattliche “IT-Experte” ist geliefert. Ich frag mich langsam: warum läßt der das mit sich machen und packt nicht (strafmildernd) aus? Naja: ein Ehrenmann zieht einen Urmann nicht mit rein…

    Comment by Peter Okupniak — 19.12, 2013 @ 14:42

  169. Quer hat gestern darüber berichtet:
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/131219-quer-abmahnungen-104.html
    Jo.

    Comment by Jo — 20.12, 2013 @ 15:55

  170. Ich finde einen der Akteure nicht im Anwaltsverzeichnis.

    Ist er zugelassen?

    Comment by MD — 21.12, 2013 @ 18:20

  171. Die sahnen ja ordentlich ab die Anwälte von Urmann und Kollegen….sowas sollte verboten gehören! Als ob die selber nie Pornos gucken würden…!!

    lg rolf

    Comment by Rolf Detlefsen — 12.03, 2014 @ 09:43

  172. Verstehe den Satz nicht [UrhG 97a]: (3) Soweit die Abmahnung berechtigt ist und Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 bis 4 entspricht, kann der Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangt werden.

    ??? Die Abmahnung ist doch eine Forderung, was bedeutet der Satz anderes als: was (mit der Abmahnung) verlangt worden ist, kann, soweit es berechtigt und formal korrekt ist, verlangt werden.

    //toller Blog!!! LG

    Und das ist doch Unsinn, oder?

    Comment by ursus — 15.04, 2014 @ 08:12

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