Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

26.3.13

Wo sind die Gewinne der Musikindustrie hin?

Über die Musikindustrie und ihre Milchmädchenrechnung speziell mit Blick auf das Filesharing habe ich vor längerer Zeit schon mal ausführlich gebloggt.

Wenn ich jetzt bei Heise lese, dass Apple mit iTunes rund 2 Milliarden Dollar Gewinn erzielt, passt das ins Bild. Die Musikindustrie hätte diese Gewinne ohne weiteres selbst machen können, wenn sie Ende der neunziger Jahre aus der Schmoll- und Prozesshansel-Ecke raus gekommen wäre und sich auf ein im Wandel befindliches Musikgeschäft konzentriert hätte. Gleichzeitig belegen diese Zahlen aber auch eindrucksvoll, dass nicht das Filesharing bzw. das sog. Raukopieren das größte Problem der Musikindustrie ist, sondern vielmehr der Umstand, dass man die Herausforderungen des Internets nicht rechtzeitig angenommen und auch jetzt noch nicht vollständig begriffen hat, dass es kein Zurück zu alten Geschäftsmodellen gibt, egal wieviele Filesharer man noch abmahnt.

posted by Stadler at 10:10  

52 Comments »

  1. …kann man nichts mehr dazu schreiben, damit ist alles gesagt :-)

    Comment by Frank — 26.03, 2013 @ 10:35

  2. Einen ähnlichen Weg zur Einsicht haben die Zeitungsverleger noch vor sich. Aber erst ab jetzt.

    Comment by Wolf — 26.03, 2013 @ 10:49

  3. Ich denke, dass weiß die Musikindustrie auch. Doof sind die ja nicht. Aber es so schön bequem und einfach, für nichts ein paar Abmahneuro extra einzustreichen. Warum sollten die aus purer Freundlichkeit darauf verzichten?

    Comment by Konrad — 26.03, 2013 @ 11:34

  4. DANKE
    treffer – versenkt !

    Comment by carlos — 26.03, 2013 @ 11:58

  5. erzählen sie mal einem junkie, dass kohlrouladen besser sind als heroin. bevor der seinen trip mit dem gesicht am boden abgebremst hat, ist da rein gar nichts zu wollen.

    .~.

    Comment by dot tilde dot — 26.03, 2013 @ 12:58

  6. Ist man altmodisch, wenn man schreibt, daß kaufen besser ist als klauen?

    Ich kaufe und bezahle.

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 13:08

  7. Sorry Herr Stadler aber das ist wieder schlecht gelesen, schlecht geschrieben und völlig daneben.
    Die Umsätze des itunes shops sind nicht nur auf Musik-Downloads zurückzuführen. Vor allem die Zwanghafte Verlagerung von Apps und Software, die nun über itunes gekauft werden MUSS, sind ein Grund für den Umsatzzuwachs und auch für den Gewinnzuwachs. So steht es auch im Artikel! Nur weil die Applikation iTunes heisst, bedeutet nicht, dass dort nur Musik verkauft wird. Im Gegenteil: apple hat sich der Ausbeutung der Urheber angeschlossen und den Major-Playern das Wasser abgegraben. Richtig ist, dass diese den Trend verpennt haben und itunes zu einem der grössten Händler für Musik wurde. Das führte allerdings nicht zu den grossen Gewinnen, die hier spekulativ geschätzt werden und keine Tatsache sind! Nein dort steht: „Die Einberechnung dieses hochmargigen Geschäftes in die gesamte iTunes-Sparte, die zuvor nur den vergleichsweise wenig lukrativen Verkauf von Inhalten und Software Dritter berücksichtigte, führe nun zu einer Brutto-Umsatzrendite von 15 Prozent, glaubt der Analyst“… Bei mir ist iTunes übrigens von der Festplatte gelöscht.

    Comment by Dr.Klusenbreuker — 26.03, 2013 @ 13:15

  8. Für jedes illegale Musikstück 10 000 Euro, dann hat sich das Problem hoffentlich endlich erledigt.

    Ich habe null Verständnis für die AFL (allesfürlau).

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 13:36

  9. Ps. Die feine Band „Radiohead“ hat ein Album für lau online gestellt und um Spenden gebeten, als freiwilligen Support.

    Null. Nope! War wohl nix! Die miesen Sauger sind auch so nicht im Zaum zu halten, haben keinen Anstand. Daher bin ich für knallharte Geldstrafen.

    10 000 Euro pro Song oder Knast.

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 13:41

  10. Sorry Herr Stadler, aber damit beweisen Sie leider eine ziemliche Unkenntnis in Sachen „Musikwirtschft“.

    Zu fordern die Musikwirtschaft solle doch bitte den iTunes Store (eebst Ipod, Ipad, etc.) bitteschön selbst entwickletlt haben ist ähnlich realitätsnah wie von einem Sternekoch zu fordern, er solle bitte neue Öfen und Gastronomieküchenkonzepte entwerfen, vermarkten, fertigen, distribuieren – ud finanzieren. Das ist schlicht nicht sein Job und auch nicht seine Kompetenz.

    In den 80gern waren Musikfirmen Teile einer eng mit der Technologiebranche verzahnten Konzernkultur. Polygram ging mit Phillips, Warner mit AOL, Sony war eh schon horizontal und vertikal vernetzt, und ist das die letzte Überbleibsel dieser Hochzeit. Wir verdanken solchen Sachen die immerhin CD als Basistechnologie für digitale Speciherung. In den 90gern aber brach dieses schöne Verhältnis zwischen Technologie und Inahlt auseinenader insbesodnere durch aufkommen des CD-Brenners. 3 Monate bevor Philips die CD-R ankündigte, verkauften sie mit Rekordgewinn Polygram. Dass Zerwürfnis zwischen Technologie und Inahlt, die vorher Hand in Hand arbeiteten hält im Prinzip bis heute an, und selten findet Infrastruktur und Inhalt so harmonisch zusammen wie bei iTunes.

    Von den verbliebenen Inhalteproduzenten zu fordern, sie hätten bitte Itunes nebst Peripherie selbst erfinden sollen, ist zutiefst bluaäugig. Warum erfinden sie, Herr Stadler nicht das nächste Google? Ist doch so einfach…

    Darüber hinaus ist es für alle beteiligten aus der kreativwiertschaft zunehmend diffizil ihre Investitionen in Kreativwirtschaft zu refinanzieren. Das trifft nicht nur auf Musik, sondern auch auf Buch, Zeitung, Zeitschrift, Film und Computerspiel zu. Ein Zeichen für problematische Rahmenbedingungen, nicht zuletzt auch in ihrem Spezialgebiet, dem Internetrecht.

    Die Rahmenbedingungen für diese Industrien sind zunehmend schwierig, und werden zunehmend von den großen Infrastrukturplayern diktiert, die Politik schaut zu, ist meist hilflos oder bringt krude Leistungsschutzrechtsentüwrfe auf den Weg. In der Zwischenzeit schöpfen Google, Amazon, Facebook mit äusserst dubiosen Methoden als Megamonopole Milliardengewinne ab. Das Schisma Infrastruktur/Inhalt ist noch alnge nicht am Ende angekommen.

    Vor diesem Hintergund wirkt ihr Einwurf nicht blau, sondern schon fast roasäugig.

    MfG,

    SH

    Comment by Stefan herwig — 26.03, 2013 @ 13:49

  11. Werte Ines, damit Sie nicht die ganze Zeit mit sich selbst reden müssen, gebe ich mal eine Antwort… 10.000 Euro pro runtergeladenem Titel setze ich dann mal in Verhältnis mit dem Preis von etwa 99 Cent pro legalem Download. Für einen geklauten Lippenstift zu 10 Euro wäre nach Ihrem Rechtsempfinden dann 100.000 Euro die gerechte Strafe. Ein geklautes Fahrrad (nehmen wir ein billiges aus dem Kaufhaus zu 300 Euro) wären das dann 3.000.000 Euro Geldstrafe. Ach warum nicht gleich lebenslänglich in den Knast? Das wär doch was… Warum nicht gleich zurück zu Auge um Auge, Zahn um Zahn? Wobei… ihr Rechtsverständnis geht ja scheinbar bei Weitem noch über das Alte Testament hinaus. Es ist gewissermaßen prähistorisch… oder irgendwo aus dem dunklen Mittelalter, wo man Brotdiebe hängen ließ. Zum Glück werden Gesetze nicht von Leuten wie Ihnen gemacht.

    Comment by Moki — 26.03, 2013 @ 13:57

  12. Strafen sollen eine abschreckende Wirkung haben, werter Moki! Und weil es anscheinend auch hier an Rechtsverständnis vollständig fehlt, sind 10 000 Euro noch zu milde!

    Ich habe die Schnauze voll, mir das Gequake anzuhören. Kauft gefälligst die Songs, oder hört Radio!

    Dem Volkssport wird die Kette angelegt. Es reicht! Es ist keine Bagatelle, nur weil es (angeblich) alle machen. Nein, eben nicht alle, eine kriminelle Minderheit. Und die sollte richtig bestraft werden. Knast!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 14:02

  13. Man mag es nicht glauben, aber es gibt eine unverschämte Forderung, gar ungeheuerliche Maßnahme, einen Rat, um Strafe zu vermeiden:

    KAUFEN!!!

    Unglaublich, aber die Mehrheit der Leute macht es!!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 14:11

  14. @Ines: 10.000 Euro Strafe für einen „Diebstahl“ im Gegenwert von 99 Cent? Ist das ernsthaft Ihr Rechtsverständnis? Rasen ist ja bekanntlich auch ein Volkssport. Wurden Sie beim Autofahren schonmal geblitzt? Wie wäre es, wenn man Ihnen für 10km/h zu schnell einfach das Auto wegnehmen würde… für immer. Sie dürfen sich natürlich ein neues kaufen. Das Strafmaß wäre dann vergleichbar. Aber hielten Sie das für gerecht? Da kann ich nur den Kopf schütteln…

    Comment by Moki — 26.03, 2013 @ 14:20

  15. Die Täter sind immer die Opfer, wenn es um die Strafverfolgung geht, stimmts? Ach, die Armen, haben sie sich doch nur jahrelang Songs im fünfstelligen Euro-Wert runtergeladen und verbreitet, die armen, unschuldigen Lämmer!! Die dicken Bonzen Millionen Euronen umgesetzt.

    Och, es war ja nur ein Song, den man gesogen hat, man weiß ja von gar nichts.

    Hier geht es um Vorsatztaten. Und anders, als mit harten Strafen, ist diesen Leuten nicht beizukommen.

    Das gilt übrigens auch für die von Dir genannten Raser, wobei diese Arschlöcher auch noch Menschenleben gefährden und daher mind. für zehn Jahre eingelocht gehören!

    Ganz einfache Maßnahme gegen Strafen:

    Gesetzeskonformes Verhalten!!!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 14:34

  16. @6 ines

    Die Musikindustrie klaut und verkauft.

    Comment by Rolf Schälike — 26.03, 2013 @ 14:45

  17. @8 ines

    Für jedes illegale Musikstück 10 000 Euro, dann hat sich das Problem hoffentlich endlich erledigt.

    Irrtum. es hat sich nichts erledigt.

    Ich habe null Verständnis für die AFL (allesfürlau).

    Betonen Sie das für „alles„? Meinen Sie damit, dass Sie definieren dürfen, was geklaut werden darf, falls nicht alles. Wohl nur das, was Sie Sie selbst klauen.

    Comment by Rolf Schälike — 26.03, 2013 @ 14:49

  18. @Rolf

    Dann kauft nicht, klaut nicht, sondern singt doch selber.

    Ich habe die Schauze voll, mich mit Kriminellen über die Rechtfertigung ihrer Straftaten auszutauschen.

    Fahrt in den Knast, wo Ihr hingehört, oder kauft gefälligst die Ware.

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 14:50

  19. Vielleicht sollte jemand @INES darauf hinweisen, dass Sie? auf einem Anwaltsblog schreibt.

    Dort bekommt man dann gesagt, dass der Bereich der Streitwertfestsetzung für den Unterlassungsanspruch „Abschreckungseffekte“ überwiegend und bereits seit längerem berücksichtigt werden und wertbildend sein können. Das Gleiche gilt auch für den angemessenen Schadensersatzanspruch. Zum ersteren befindet man sich bei Einzelsongs im Bereich 2.500,00€ bis 3.000,00€. Die Schadensersatzforderungen dürften gängig zwischen 150,00€ und 300,00€ liegen. Man hofft natürlich, dass der BGH zu I ZR 74/12, Urteil v. 15.11.2012 eine einheitlichere Linie vorgibt.

    „Ines“-like Forderungen aus der Mottenkiste gescheiterter Kampagnen gewisser Leute sind unbeachtlich, wobei auch hier wieder ein bestimmter Mißklang mit rechtsstaatlichen Institutionen zu bemerken ist. Denn eine hier vorliegende Paarung der Forderung nach Anhebung von Schadensersatzforderungen zivilrechtlicher Natur, mit „oder Knast“ hat doch eher mit „Ablaß oder Hexenverbrennung“ zu tun.

    Nicht mal mehr 80ties, @Ines, sondern überaus tiefstes Mittelalter.

    Comment by Shual — 26.03, 2013 @ 14:52

  20. Klar, meine Meinung ist unpopulär, was mich aber nicht juckt.

    Wenn Kriminelle es nicht lernen wollen, dann sollen sie fühlen.

    Der Grund, warum sich Typen wie Ihr aus dem Fenster lehnen, ist nur das geringe Strafmaß. Nur deshalb wagt Ihr Euch raus, habt eine große Schnauze!

    Einer Seuche kann man nur begegnen, wenn man die Sense ansetzt. Doch ich kenne die deutsche Justiz zu genau. Sie hat keine Sense, sondern brabbelt mit ihrem kleinen Klappmesser im Sandkasten herum. Das kann mal gut, oft genug aber schlecht sein.

    Es wird nicht besser, sondern schlechter.

    Schönen Tag!

    Ps. Fragt mal die Bands, was die von Euch halten!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 15:03

  21. Hallo @Ines,
    es soll sogar Künstler geben die wissen garnicht, das in ihren Namen abgemahnt wird ;)
    Davon ab, wie man merkt haben Sie einen PC. Ich hoffe in Ihrem Interesse das Ihr Anschluß gut gesichert ist, falls nicht hoffe ich für Sie das Sie im Falle einer Abmahnung auch die Störerhaftung entkräften können.
    In diesem Sinne

    Comment by kersare — 26.03, 2013 @ 15:17

  22. Höhere Strafen haben noch nie irgendjemanden von irgendwas abgeschreckt, und dabei lasse ich mal außen vor, dass wir hier gar nicht über Strafen, sondern über Schadensersatz reden.

    Es gibt schon genügend Leute, die vorgerechnet haben, dass der „Schaden“ der Musikindustrie durch illegale Downloads im Bereich von plus/minus null liegt.

    Aber Ines ist sicherlich eine glühende Verfechterin der amerikanischen Todesstrafe, weil die ja schließlich zur Beseitigung jeglicher Kriminalität geführt hat … oh, wait …

    Comment by Kinki — 26.03, 2013 @ 15:26

  23. @kersara

    Alle Bands haben beste Anwälte! Und sie wehren sich zunehmend gegen kriminelle Dauersauger.

    Ja! Ich habe einen Rechner (von Dir PC genannt). Ja, mein Anschluss ist bestens gesichert. Da ich nicht kriminell bin, wird auch kein Unbill auf mich zukommen. Weder als Störerin, noch als Täterin.

    Für Euch würde ich allerdings nicht garantieren!

    Ganz im Gegenteil, legt man sich mit mir besser nicht an, denn ich bin in der Tat eine Spaßbremse, wenn es um das Eingemachte geht.

    Angenehmen Tag!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 15:31

  24. Erfrischend….

    jetzt hagelts wohl gleich noch Ohrfeigen, so wie früher….

    PS: @Ines – Geh jetzt mal aus dem Weg, damit der RA Stadler auf den Stefan Herwig ordentlich antworten kann. Dieser hat Befugnis und Berechtigung für Labels zum Thema zu antworten. Du erstens nicht und zweitens hast Du zum Thema leider noch nichts beigetragen. Es wäre unschön sich wegen dir noch einen Scrollfingerkrampf einzuhandeln.

    Comment by Shual — 26.03, 2013 @ 15:39

  25. @Ines: Es zeugt Ihrerseits von einer sehr zweifelhaften Diskussionskultur, wenn Sie jene, die hier lediglich ein rechtsstaatliches Straf- und Schadensersatzmaß nicht aus dem Auge verlieren, gleich der mit anderen gleichsetzen, die massenhaft Musiktitel aus dem Netz herunterladen. Falls Sie nicht wissen, von was ich spreche, darf ich zitieren:

    „Der Grund, warum sich Typen wie Ihr aus dem Fenster lehnen, ist nur das geringe Strafmaß. Nur deshalb wagt Ihr Euch raus, habt eine große Schnauze!“

    Ich erlaube mir mal, mich von Ihrer Anschuldigung zu distanzieren. Und zu folgender Aussage:

    „Da ich nicht kriminell bin, wird auch kein Unbill auf mich zukommen.“

    Diese Geisteshaltung hat schon Menschen ins Grab gebracht. Es empfiehlt sich daher immer, sich gegen allzu ausufernde Machtanspruche – die Reichweite geht hier vom Staat bis zu merkwürdigen Kommentatoren in Blogs – zur Wehr zu setzen.

    Comment by Moki — 26.03, 2013 @ 15:52

  26. @Ines
    Es gibt Künstler, die durch Crowdfunding Alben veröffentlicht haben. Filme wurden durch Crowdfunding vollendet. Alles durch Fans.
    Viele Musiker verdienen ihr Geld eher durch Konzerte als durch Alben- und Songverkäufe.

    Dass das Modell, wo der Fan entscheidet, wie viel ihm ein Album wert ist, gescheitert ist, ist ja wohl nicht verwerflich. Dass es aber trotzdem Zahlungsmoral gibt, sieht man doch an flattr. Viele Menschen zahlen für einen Artikel, obwohl sie diesen umsonst lesen können. Seltsam nicht?

    ABER INES IST SOWIESO NUR EIN TROLL!

    Comment by J. S. — 26.03, 2013 @ 15:53

  27. @Shual

    Wo sind Deine Beiträge zum Thema? Anscheinend bin ich interessanter.

    Ihr Wichtigtuer geht mir auf die Eierstöcke!

    Und jetzt stellt mal das Radio an. Dort gibt es Musik für lau!

    Ps.

    Ich habe gerade in mein Jahrbuch 2012 geschaut.

    853 Abmahnungen
    Davon 847 erfolgreich

    68 Blogs geschlossen, da kriminell

    243 Strafanzeigen
    (davon 231 mit erfolgreichem Urteil)

    78 Gegenanzeigen
    Davon 78 Ermittlungen eingestellt. Allesamt

    Sonst noch Fragen?

    Ich stehe gerne zur Verfügung!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 15:59

  28. @18 ines
    Dann kauft nicht, klaut nicht, sondern singt doch selber.

    Ich habe die Schauze voll, mich mit Kriminellen über die Rechtfertigung ihrer Straftaten auszutauschen.

    Fahrt in den Knast, wo Ihr hingehört, oder kauft gefälligst die Ware.

    Es gibt sehr viele Sänger, die singen auch kostenlos, werden von der Musikindistrie beklaut, leben trotzdem glücklich und materiell nicht schlecht. Geschäfte funktionieren anders. Nich alles wird direkt gekauft.

    Was die Kriminalität betrifft, so schauen Sie mal lieber in den Spiegel in Ihrer Wohnung.

    Nicht ausgeschlossen, dass Íhr Spiegel auch nicht von Ihnen bezahlt/gekauft wurde.

    Comment by Rolf Schälike — 26.03, 2013 @ 16:02

  29. Juristenfreunden schlage ich gerne ein Treffen vor. Vor der Tür des Bundesverfassungsgerichtes wäre mir recht.

    Auf den Treffpunkt kann sich sicher jeder einlassen?!?

    So schön (vermeintlich) neutral?

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 16:03

  30. Ein wenig Lesestoff zum Verhältnis „Verkaufs- bzw. Verbreitungszahlen“ und Erlösen anbei:

    1. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0308596108000955 – die animierte Grafik illustriert 30 Jahre Musikverkauf und dessen Verschiebungen.

    2. http://j-walkblog.com/index.php?/weblog/comments/Music_Sales_Chart/ illustriert den „Knick“ durch Napster – zeitgleich mit dem Rückgang der Verkaufszahlen.

    3. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0308596108000955 über den Anteil von P2P

    4. Zwei Quellen zum Thema „Verdienst von Musikern“- stellvertretend für viele:

    http://www.snowinsoho.de/2011/09/14/indie-folk-band-uniform-motion-gewahrt-einblick-in-die-erlose-durch-streaming-download-cd-und-vinyl-verkaufe/

    http://www.br.de/on3/musik/aktuell/on3-schaut-bodi-bill-in-die-geldboerse-je-digitaler-desto-aermer-100.html

    5. Trent Reznor zum Thema Musikfinanzierung, u.a. auch Crowdfunding (2009):
    http://forum.nin.com/bb/read.php?30,767183
    (nachdem das Album The Slip 2008 kostenlos im Netz veröffentlicht wurde – http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nine-Inch-Nails-veroeffentlichen-neues-Album-kostenlos-im-Internet-205188.html)

    6. Trent Reznors Entscheidung, statt DIY dann doch wieder zu einem Label (Columbia) zu wechseln – einige Aspekte der Finanzierung inbegriffen:
    http://www.hypebot.com/hypebot/2012/09/trent-reznor-abandons-diy-and-returns-to-a-major-label.html

    7. Zum erstaunlichen Sinneswandel von Radiohead, Trent Reznor und Nine Inch Nails (TheVerge):
    http://www.theverge.com/2013/3/4/4054634/musics-pay-what-you-want-pioneers-sour-on-giving-away-songs

    Comment by Heike Rost — 26.03, 2013 @ 16:12

  31. Nicht?

    Dann könnt Ihr mir alles ins Gesicht sagen. Ich freue mich. Gerne in der zweiten Aprilwoche, da habe ich Urlaub.

    Also bitte. Datum und Zeit, ich bin vor Ort! Woanders treffen? Kein Problem!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 16:13

  32. In @27 demonstriet uns ines gerade überzeugend ihre kriminelle Energie.

    Irgendwann wird sie sich verstecken, und von all dem nicht mehr wissen wollen. Sie wird gegen die Berichrstattung über ihre erfolgreiche Abzocke vorgehen. Sie wird darüber nicht mehr stolz und überheblich berichten. Sie wird neue kriminelle Felder für ihre Tätigkeit suchen.

    Im Augenblick schwelgt ines im Rausch des Geldfsegens, welcher dank ihrer kriminellen Energie auf ines einströmt.

    Comment by Rolf Schälike — 26.03, 2013 @ 16:13

  33. @Rolf

    Was für ein Geldsegen? Ich spende alles. Ich mache es nur aus einem Grund: Aus Prinzip!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 16:18

  34. Aber ich merke schon, die Leute hier wollen mich nicht treffen, lieber ihren Dunst anonym ablassen. Das kenne ich schon, macht mir aber nichts aus. Feiglinge sind mir bekannt.

    Brabbelt hier mal weiter herum.

    Bis dato!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 16:22

  35. Welchen Grund sollte es für ein Treffen geben? Das Thema ist einfach hinreichend diskutiert, die Standpunkte ausgetauscht. Mehr gibt es offenbar einfach nicht zu sagen.

    Comment by Moki — 26.03, 2013 @ 16:29

  36. @33 Ich mache es nur aus einem Grund: Aus Prinzip

    Damit sind sie gefährlich, wie die Gotteskrieger.

    Nebenbeibemerkt. Anonym sind gerade Sie. Kommt mir sehr bekannt vor, solch eine Troller. Ein armer Kerl. Versteckt sich vor den Gläubigern. Große Töne spuckt er immer noch.

    Comment by Rolf Schälike — 26.03, 2013 @ 16:41

  37. @Rolf

    Du gehörst meiner Meinung nach in Behandlung. Du hast einen Schatten, aber ganz gewaltig.

    @Moki

    Ich möchte gerne die Leute treffen, die mich hier blöde anmachen. Ist doch schöner, es den Leuten ins Gesicht zu sagen.

    Aber meine Erfahrung zeigt wiederholt, daß keiner darauf Bock hat. Lieber kotzen sie sich feige mit Nicks on Board aus.

    Mich kann man persönlich kennenlernen! Wer das nicht möchte, mich aber als Troll beschimpft, der sollte nochmal genau nachdenken, was er selber ist.

    Jetzt gehe ich off. Ciao!

    Comment by Ines — 26.03, 2013 @ 16:48

  38. @Stefan Herwig:

    Sie meinen also, die Forderung, die Musikindustrie hätten den Onlinevertrieb von Musik rechtzeitig selbst organsieren sollen, sei realitätsfern? Mag sein, aber das ist genau der Grund dafür, dass man das Geschäft nicht gemacht hat. Es gab bereits vor iTunes einen Markt für Musik im Netz, aber keine legalen Angebote.

    Google war Ende der 90’er eine Klitsche, Facebook gab es noch nicht und Amazon war noch lange nicht so groß wie heute. Die Industrie hätte auf die veränderten Bedingungen eben genau dadurch reagieren müssen, dass die großen Labels gemeinsam den Aufbau des Onlinevertriebs und damit die Schaffung von Plattformen wie iTunes selbst in die Hand nehmen und aktiv steuern. Nein, es ist nicht blauäugig sich um den Vertrieb seines Produkts zu kümmern, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Stattdessen hat man nach dem Gesetzgeber gerufen, der der Industrie zwar schon über Gebühr entgegen gekommen ist, allerdings ohne wirklich entscheidend etwas bewirken zu können.

    Ihre Argumentation ist Teil des Problems der Industrie, aber das hat man scheinbar immer noch nicht erkannt.

    Comment by Stadler — 26.03, 2013 @ 17:26

  39. Seit Einführung von DRM Maßnahmen seitens der Musikindustrie habe ich keinen Datenträger mehr, egal in welcher Form auch immer (Platte, Single, CD), gekauft. Das war so ca. Mitte der 90er Jahre.

    Man wird es kaum glauben, aber ich komme ganz gut ohne illegale Downloads und permanenten Zuwachs meiner Musiksammlung aus.

    Meine Konsumverweigerung in diesem Bereich dürfte der Truppe der Besitzstandswahrer aus der „Musikindustrie“ wohl weniger gefallen.

    Aber solange ein dahergelaufener Kopfstrumpfträger mit ein bisschen Trallala Millionen verdienen kann und der Kunde als Verbrecher behandelt wird, werde ich bei meiner Einstellung bleiben.

    Comment by iNOB — 26.03, 2013 @ 18:06

  40. Hallo!

    Schade, dass bei allen Diskussionen ausschließlich die verwässernden Begriffe „Künstler“ und „Musiker“ verwendet werden – die wirklich Benachteiligten sind aber die URHEBER (also die eigentlichen „Erfinder“ der Musik: Die Komponisten und Texter).

    Die INTERPRETEN („Künstler“/“Musiker“) sind in 2 unterschiedlichen Bereichen aktiv: Im TONSTUDIO und/ODER beim KONZERT – also „auf der Bühne“.

    Lediglich Letztere können die NACHWEISLICHEN Verluste (im URHEBER-, wie auch im Studiomusiker-Bereich) am besten kompensieren – durch LIVE-AUFTRITTE/Konzerte. Die immer teurer werdenden Eintrittspreise scheinen dabei die KONZERT-Besucher nicht wirklich abzuschrecken (für mich bemerkenswert). Selbst ein halb voller Plastik-Bier-Becher, ein Gummibrötchen, teure T-Shirts und der Rest des Merchandisings: Alles zahlt der KONZERT-Besucher – und zwar ohne Murren (für mich noch bemerkenswerter).

    Nur die URHEBER bleiben auf der Strecke. Insbesondere dann, wenn sie an all den anderen Bereichen keinen Anteil haben. Und ja, solche URHEBER gibt es – nämlich diejenigen, „die für Andere schreiben“ (wie gerne – und richtiger Weise – gesagt wird). Sie sind nicht die „Musiker“/“Künstler“ (INTERPRETEN), sie sind nicht die PRODUZENTEN, VERLEGER, TONTRÄGER-FIRMEN usw. – nein: „Nur“ die URHEBER.

    Und auf welches Inkasso-System sind sie dann angewiesen, um überhaupt an diesem Markt zu partizipieren? Auf dasjenige der so genannten VERWERTUNGSGESELLSCHAFTEN – in Deutschland beispielhaft: die GEMA.

    Doch anstatt sich zu freuen, dass es überhaupt URHEBER gibt, die ständig neue Werke (Kunst und Kitsch) „erfinden“ – Werke, die gute Laune machen, die entspannend, aufwühlend oder aufbauend wirken, die zum Tanzen anregen (auf die man Abtanzen kann), die nachdenklich, beängstigt oder traurig stimmen (beispielsweise in der „Film-, Werbe-, und Game-Musik“) -, hat dann auch noch KAUM JEMAND daran Interesse, oder wenigstens einen Funken Neugier daran,

    WIE,

    WANN und

    WO

    Musik überhaupt entsteht: Als erste zarte oder total wilde, kleine oder große IDEE.

    Und: Wie ist das denn mit dem GEISTIGEN EIGENTUM, wenn die Musik noch gar nicht HÖRBAR gemacht, nicht aufgenommen wurde – lediglich im Kopf, oder in Form von NOTEN im Computer bzw. „auf dem Papier“ existiert? Würde nicht endlich DANN – gäbe es diese Neugier – endlich verstanden werden, um was es uns URHEBERN eigentlich geht, und warum wir NICHT MEHR mit INTERPRETEN und DEREN Einkommen in einen Topf geschmissen werden wollen, weil auch das nur alles verwässert?

    Entschuldigt/entschuldigen Sie bitte diesen langen Beitrag – an dieser Stelle breche ich nun ab, obwohl noch Vieles fehlt – wie z. B.:

    Musik in der industriellen Nutzung (Werbespots, Industriefilme etc.), aber auch INSTRUMENTALMUSIK, die evtl. gar nicht LIVE aufgeführt wird, obwohl sie aufgenommen, produziert und veröffentlicht wurde.

    Ich könnte jetzt Beispiele benennen, möchte aber jeden „Verdacht“ der Selbstdarstellung vermeiden.

    Gruß,
    Christian Wildermuth

    Comment by Christian Wildermuth — 26.03, 2013 @ 19:14

  41. NACHTRAG…

    ANGENOMMEN es kommt zur angestrebten Schwächung, Aushöhlung oder gar Abschaffung des derzeit bestehenden URHEBERRECHTS, und es bleibt dem URHEBER (s. Kommentar Nr. 40) irgendwann nicht mal mehr die CHANCE auf eine „angemessene Vergütung“, dann stellt sich folgende, schmerzliche, wie dringende Frage:

    WARUM dürfen Andere – ganz alleine für sich – mit der vom URHEBER erfundenen Musik, gigantische Summen an Geld generieren, wenn der URHEBER „gefälligst“ Kunst und Kitsch KOSTENLOS zur allgemeinen Verfügung stellen soll (Stichwort: Kultur = „Grundrecht“)?

    Ich hoffe, dass dieser, in weiten Bereichen schon heute bestehende IST-Zustand durch Plattformen und GESCHÄFTSMODELLE wie „YouTube“ (GOOGLE) endlich mehr NEUGIERIGE Beachtung findet. Insbesondere AUCH deshalb, weil viele Menschen Angst um ihre DATEN haben, diese aber im Besonderen von Firmen wie „GOOGLE“ Dazu bedarf es aber der bewusst differenzierenden Betrachtung ALLER Bereiche, die zur Entstehung von beispielsweise „musikalischen Werken“ notwendig sind – angefangen beim URHEBER.
    Und: Der genauen Betrachtung all jener Wirtschaftszweige, die durch die nackte Existenz hörbarer Musik Umsätze und (hoffentlich) auch Gewinne erzielen – wie z. B. Diskotheken, Konzertveranstalter, Hallenbetreiber, Ticket-Verkaufsstellen, Druckereien, Ton- und Lichtanlagen (Hersteller und Verleiher), DJs, Truck-Firmen usw. usw.

    Sollen denn dann auch die vielen WERBETREIBENDEN (Beispiel: „TV-Spots“) jedes dann frei verfügbare Musikstück KOSTENLOS benutzen dürfen – ohne eine angemessene Vergütung der URHEBER – und das, obwohl sie den Absatz ihrer Produkte durch den gezielten Einsatz der – Emotionen hervorrufenden – Musik steigern?

    Wie schon angemerkt (s. Kommentar Nr. 40): Wenn doch all jene, die die Musik (egal welcher Stilrichtung) lieben, etwas mehr Interesse daran hätten, wie sie – und wo sie – entsteht. Träumen darf man ja.

    Gruß,
    Christian Wildermuth

    Comment by Christian Wildermuth — 26.03, 2013 @ 20:49

  42. @41 Christian Wildermuth

    Bei uns „regelt“ das der Markt. In der staatlichen kapitalistischen Planwirtschaft „regeln“ es die Bürokraten der Plankommission. Haben Sie konkrete Vorschläge?

    Schon immer gab es Menschen, die Kunst schaffen wollten und es auch konnten – allgemein kreative Menschen, z.B. auch Wissnschaftler – das aber nicht konnten, weil sie verhungern würden bzw. zu anderen Tätigkeiten gezwungen wurden.

    Heute ist es nicht anders.

    In diesem Blog werden die heutigen Lösungen kritisch diskutiert. Mehr als zu Recht.

    Comment by Rolf Schälike — 27.03, 2013 @ 05:56

  43. @Ines

    Ist man altmodisch, wenn man schreibt, daß kaufen besser ist als klauen?

    Nein, man ist nur altmodisch (und liegt falsch), wenn man behauptet, kopieren sei klauen.

    10 000 Euro pro Song oder Knast.

    Da nehm ich lieber das Geld.

    Ich habe die Schnauze voll, mir das Gequake anzuhören.

    Wir auch, leider schreiben Sie immer noch.

    Und anders, als mit harten Strafen, ist diesen Leuten nicht beizukommen.

    Wie naiv muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass die harten Strafen daran auch nur irgendetwas ändern würden?

    Klar, meine Meinung ist unpopulär, was mich aber nicht juckt.

    Sie ist vor allem irrelevant, weil sie niemanden interessieren und natürlich auch niemals umgesetzt werden. Dumm gelaufen, was?

    243 Strafanzeigen
    (davon 231 mit erfolgreichem Urteil)

    URL or it didnt happen.

    Ich möchte gerne die Leute treffen, die mich hier blöde anmachen. Ist doch schöner, es den Leuten ins Gesicht zu sagen.

    Sagt diejenige, die anderen ohne Belege Diebstahl vorwirft. Trolling war auch schon mal origineller.

    @Christian Wildermuth

    Ich hoffe, dass dieser, in weiten Bereichen schon heute bestehende IST-Zustand durch Plattformen und GESCHÄFTSMODELLE wie “YouTube” (GOOGLE) endlich mehr NEUGIERIGE Beachtung findet.

    Jemand lädt also einen Song von Justin Timberlake auf Youtube hoch, der auf Kosten von YT (!) x-mal angeklickt wird, wobei nebenher Werbung eingeblendet wird. Sie behaupten ernsthaft, der Rechteinhaber sieht von diesem Werbegeld nichts?

    @Stefan Herwig

    In den 80gern waren Musikfirmen Teile einer eng mit der Technologiebranche verzahnten Konzernkultur. Polygram ging mit Phillips, Warner mit AOL, Sony war eh schon horizontal und vertikal vernetzt, und ist das die letzte Überbleibsel dieser Hochzeit. Wir verdanken solchen Sachen die immerhin CD als Basistechnologie für digitale Speciherung.

    Mit der man schön abgezockt hat, denn schließlich wurde derselbe Dreck ein zweites Mal gekauft, die CD-Preise blieben viel höher, obwohl hoch und heilig Gegenteiliges versprochen wurde und man hat einige Preisabsprachen aufgedeckt.

    Das ist schlicht nicht sein Job und auch nicht seine Kompetenz

    Es ist also nicht der Job, auf veränderte Technologie einzugehen sondern sie in Grund und Boden zu klagen? Ja, das hat ja richtig gut geklappt.

    Comment by Moon — 27.03, 2013 @ 12:14

  44. @ Stadler:
    „Sie meinen also, die Forderung, die Musikindustrie hätten den Onlinevertrieb von Musik rechtzeitig selbst organsieren sollen, sei realitätsfern? Mag sein, aber das ist genau der Grund dafür, dass man das Geschäft nicht gemacht hat. Es gab bereits vor iTunes einen Markt für Musik im Netz, aber keine legalen Angebote.“

    Das ist so nicht richtig. In Deutschland gab es sogar das erste digitale Musikangebot namens Phonoline noch bevor Breitband verfügbar war. Das war damals eine Kooperation zwischen der Telekom und der Musikwirtschaft. Ist aber Baden gegangen, weil wahrscheinlich zu früh, denn Alben will man kaum per ISDN saugen. Zwei JAhre später hatte es auch Universal nochmal mit Popfile versucht. Ist 2004 auch eingestellt worden.

    Den wirklichen Boost hat die digitale Musikdistribution erst 2001 mit Napster bekommen, das Angebot war konkurrenzlos gut, nicht zuletzt weil es kostenlos war, sich um Lizenzierungen nicht scheren musste, was ein wesentlicher teil der Betriebskosten darstellt. Leider war es damit auch ziemlich illegal, und der Wettbewerb für legale Plattformen kaum noch zu stemmen, es sei denn man heisst Apple und kann das mit Formaten wie iPod und Ipad unterfüttern.

    Heute haben wir eine Vielzahl von Angeboten im Netz, zwischen iTunes, eMusic, Musicload, Amazon, Spotify, Rdio, Simfy, Deezer, Beatport, Nokia Music, FGoogle Music etc… gibt es zahllose Angebote. Nur eines davon kommt von einem Musiwkwirtschaftsanbieter, nämlich Curiosity (Sony). Die Majors halten aber Anteile am Streaming-Marktführer Spotify. Aber viele Plattformen sind immer noch defizitär, nicht zuletzt weil das Ursprungsproblem noch geblieben ist: Legale Plattformen müssen weiterhin mit ilegalen Plattformen und Plattformen im Graubereich konkurrieren.

    Wieso man vor diesem Hintergund nun wieder auf der Musikwirtschaft rumhakt (die sicherlich in Sachen digitaler Konversion deutlich weiter ist als Buch, Zeitung oder Film) wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Ich tippe auf Quote, oder Ressentiments oder eine Mischform. Kompetenz kann es bei soviel Halbwissen augenscheinlich nicht gewesen sein.

    Sorry,

    SH

    Comment by Stefan Herwig — 27.03, 2013 @ 13:26

  45. @Stefan Herwig
    Nur zur Ergänzung. Napster war 1999 – 2001 (in der illegalen) Variante. Und es war damals eine große Sache. Eine legale Konkurrenz – mit nenneswertem Angebot – gab es zu dieser Zeit nicht.

    Phonoline war eine Großhandelsplattform und Popfile der Nachfolger für den Bereich der Konsumenten. Wenn der Wikipediaeintrag stimmt, dann ist das als Downloadplattform für Konsumenten erst 2004 an den Start gegangen, ein Jahr nach dem iTunes-Store. Soviel zum Thema Halbwissen.

    Comment by Stadler — 27.03, 2013 @ 15:07

  46. @Stefan Herwig
    Kompetenz kann es bei soviel Halbwissen augenscheinlich nicht gewesen sein
    Selten wurde die „Musikindustrie“ so knapp und schlüssig charakterisiert. Chapeau!

    Comment by Moon — 28.03, 2013 @ 08:39

  47. @ Stadler: Sie verwechseln leider Phonoline mit Phononet. „Phononet“ ist die Großhandelsplattform, „Phonoline“ war – das kann man auch bei Wikipedia nachlesen – in der Tat der erste legale digitale Musikdienst. Er war vorher noch als B2B Dienst konzipiert, mit dem andere Plattformen Muskdienste sublizenzieren konnten, das war übrigens recht witzlos ohne Breitband damals (ca. 90% der Nutzer surften noch mit 56 kbit oder bestenfalls ISDN). Aber definitiv alles andere als zu spät.

    Ach ja 1999-2002 war übrigens noch was anderes, nämmlich die sog. Dotcom-Blase, eines der damals überzeugendsten Argumente nicht in kommerzielle Internetplattformen zu investieren. Zumindest war das damals der Fall. Jede Menge Investoren hatten sich nach der Blase zurückgezogen.

    Ihr Argument es habe damals nichts gegeben geht also fehlt. Ende 2004 hatten gerade mal 1,6 Millionen deutsche Zugriff auf DSL, und ab März 2004 ging der Dienst online. Gerhard Schröder hat damals den dienst auf der Cebit eröffnet und den ersten Song runtergleaden.

    Gruß,

    SH

    Comment by Stefan Herwig — 28.03, 2013 @ 12:08

  48. Korrektur zu N47

    ZUGRIFF auf DSL hatten 2004 technisch gesehen allein bei der Teledoof 34,5Mio Anschlussinhaber und damit über 90% aller Anschlüsse. Mit der Einführung von DSL3000 Ende 2003 stieg im Verlauf des Jahres 2004 dann die Anzahl der DSL-Kunden bei der Teledoof von 4,0Mio auf 5,8Mio.

    Ergo hatten Ende 2004 weit über 10Mio Deutsche Zugriff auf DSL.

    Comment by Shual — 28.03, 2013 @ 13:39

  49. @Stefan Herwig

    Das sind schon ne Menge Ausreden, warum es die MI denn nicht geschafft hat. Ob das irgendeine Relevanz hat, ist schon wieder ne andere Sache.

    Comment by Moon — 29.03, 2013 @ 08:32

  50. Geht Ihr auch in die Bäckerei und klaut Brötchen, zahlt sie nicht? Da ruft die Madame gleich die Bullen!

    Lieber Songs runterladen, da man den Bäcker nicht kennt und meint, anonym zu bleiben. Dort ist der Klau anscheinend leichter zu händeln.

    Irrtum!

    Der Zoll ist überall. Wir watchen Euch, Fucker.

    Und wir kriegen Euch!

    Comment by Strafverteidiger — 31.03, 2013 @ 13:09

  51. Genau! Piracy has stopped!

    Comment by Moon — 1.04, 2013 @ 08:21

  52. Bemühen wir gegen die Ideologen doch einfach mal die Wissenschaft. Das Institute for Prospective Technological Studies (EU-Forschungsanstalt) hat aktuell Folgendes herausgefunden:
    „Internet users do not view illegal downloading as a substitute for legal digital music.“
    http://www.bbc.co.uk/news/technology-21856720
    http://ipts.jrc.ec.europa.eu/publications/pub.cfm?id=6084
    Und im Gegensatz zu den Horrorphantasien der Abmahnabzocker, Inesse und Gornys erfordert die Arbeit des IFPI realen Daten.

    Comment by sprech.sucht — 5.04, 2013 @ 00:53

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