Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

1.9.14

Neue juristische Onlinezeitschrift aus der Schweiz

Mit sui-generis.ch ist in der Schweiz gerade eine juristische Onlinezeitschrift an den Start gegangen. Die Selbstbeschreibung weist auf ein ambitioniertes und begrüßenswertes Vorhaben hin:

Ziel von sui-generis.ch ist die Publikation von juristischen Beiträgen zu Themen, die insbesondere wegen ihrer Aktualität nicht nur für das juristische Publikum interessant sind. sui-generis.ch will via Open Access die Brücke von der Wissenschaft in die Gesellschaft schlagen und gleichzeitig den schon längst fälligen Schritt in die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens gehen.

Gleich zu Beginn sind auch einige gehaltvolle und lesenswerte juristische Aufsätze erschienen. Hier eine Auswahl der Erstbeiträge, die für die Leser meines Blogs von Interesse sein dürften:

Sarah Progin-Theuerkauf, Asylrechtliche Überlegungen zu Edward Snowden

Daniel Hürlimann, Das Google-Urteil des EuGH

Ludwig A. Minelli, Die Kritik am EGMR hält wissenschaftlicher Betrachtung nicht stand

posted by Stadler at 10:36  

2 Kommentare »

  1. Meine Erfahrung ist, dass zumindest im juristischen Bereich Open Access nicht wirklich funktioniert. Seit Jahren betreibe ich eine juristische Datenbank in Open Access, die bezüglich Aktualitität, Funktionalität und Informationstiefe weit über das hinausgeht, was die etablierten Verlage und der Bund in dem Bereich für jedermann zugänglich anbieten. Eigentlich für die interessierte und immer betroffene Öffentlichkeit bestimmt, ist das Portal mangels Rezension bis heute praktisch unbekannt, selbst vielen Juristen. Stattdessen nutzen vor allem Behörden, Banken und Verlage die Informationen, genau die, die am wenigsten auf Open Access angewiesen wären.

    Immerhin übernehmen immer mal wieder Verlage die eine oder andere Funktionalität und bauen sie auch in ihren Open Access-Angebote nach, so dass indirekt auch die Gesellschaft immer etwas profitiert. Nur beim Bund tut sich bislang gar nichts, obwohl es bei deren Angebot am ehesten etwas zu tun gäbe, Millionen plus Beamtenstunden kostet das seit Jahren. Was frei zugänglich derzeit herauskommt ist erbärmlich, in jeder Hinsicht, was leider nicht offensichtlich ist für den, der nur gelegentlich Informationen sucht. Aber ohne Druck – wozu sollte man etwas ändern.

    Den Machern wünsche ich viel Erfolg beim Erreichen ihres Zieles. In der Schweiz ist die öffentliche Leistung mit admin.ch übrigens deutlich besser als hier in Deutschland.

    Comment by OpenAccess — 1.09, 2014 @ 17:10

  2. Ich denke, dass es völlig in Ordnung wäre, wenn Du hier einen Link zu Deinem Projekt postest!

    Jedenfalls ich bin neugierig…

    Comment by le D — 2.09, 2014 @ 08:32

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