Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

2.4.13

Gesetzlicher Anspruch auf Rufnummernmitnahme? Nicht bei O2!

Seit dem letzten Jahr regelt § 46 Abs. 4 TKG, dass Kunden von Mobilfunkanbietern nicht nur bei Vertragsende, sondern jederzeit verlangen können, dass ihre Rufnummer auf einen anderen Anbieter übertragen wird.

Da mich die Qualität von o2 schon seit längerer Zeit, vor allen Dingen beim Datendienst, nicht mehr überzeugt, habe ich mich entschlossen mobil zur Telekom zu wechseln. Deshalb habe ich zunächst den bestehenden Vertrag gegenüber O2 schriftlich gekündigt und gleichzeitig ausdrücklich darum gebeten, meine Rufnummer bereits vor Vertragsende zu portieren. Anschließend habe ich der Telekom einen neuen Auftrag erteilt und die Mitnahme meiner Rufnummer dort in Auftrag gegeben.

Kurze Zeit später erhalte ich von der Telekom dann die Rückmeldung, dass der abgebende Anbieter (o2) die Freigabe der Rufnummer verweigert. Angeblich wegen nicht übereinstimmender Daten. Da der Vertrag in beiden Fällen auf mich läuft, kann es da allerdings keine Diskrepanzen geben. O2 hüllt sich derweil in Schweigen, beantwortet E-Mails und SMS nicht. Stattdessen bekomme ich von O2 – wie auch schon bisher in schöner Regelmäßigkeit – unerlaubte Werbung per SMS und am 28.03.13 dann noch die Nachfrage, wie zufrieden ich mit dem Service des letzten Kontakts (vom 26.03.2013) war. Am 26.03.2013 habe ich mich über die Verweigerung der Rufnummernübertragung beschwert. Die SMS blieb wie gesagt unbeantwortet.

Zwischenzeitlich habe ich O2 per Anwaltsschreiben zur Mitwirkung an der Rufnummernübertragung aufgefordert. Mal sehen, ob das reicht, oder ob ich sie wirklich gerichtlich in Anspruch genommen werden wollen. Die Art und Weise, wie hier – offenbar gezielt – gegen gesetzliche Pflichten verstoßen wird, ist jedenfalls skandalös.

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen, wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Denn derartiges Verhalten verlangt nach Öffentlichkeit.

Update vom 15.04.2013:
Nachdem ich O2 per Anwaltsschreiben und unter Klageandrohung zur Rufnummernübertragung aufgefordert habe, schien sich tatsächlich etwas zu tun. O2 teilt mir am 03.04.2013 per SMS mit, dass eine bis zum 02.06.2013 gültige Portierungserklärung vermerkt sei. Also erneut bei der Telekom nachgehakt und wieder um eine Portierung gebeten. Dort wiederholt sich daselbe Schauspiel allerdings erneut. Die Telekom teilt mir mit, dass der Import der Rufnummer nicht durchgeführt werden kann, weil der abgebende Diensteanbieter (O2) die Portierung ablehnt. Ich versuche es nochmals über die sehr hilfsbereiten Twitterer von O2, die intern offenbar auch nochmals nachhaken.  Am 10.04.2013 teilt mir die Telekom schließlich mit, dass O2 dem Import meiner Rufnummer zugestimmt hat und die Übertragung am 17.04.2013 stattfinden soll.

Fazit:
Auch wenn das Gesetz in § 46 Abs. 4 TKG mittlerweile eine jederzeitige Rufnummernmitnahme zu einem neuen Anbieter ermöglicht, funktioniert das in der Praxis alles andere als problemlos und wohl auch nur dann, wenn man sehr hartnäckig dran bleibt und immer wieder nachhakt.

posted by Stadler at 22:37  

37 Kommentare »

  1. Die Bundesnetzagentur freut sich über jede Beschwerde zum Thema $46 Telekommunikationsgesetz. Ich hab mal irgendwo, irgendwann eine Aussage der Art “Uns ist vollkommen egal WIE ihr das hinbekommt, aber wir werden den uns gesetzlich eingeräumten Rahmen im Beschwerdefall ausschöpfen” aus Richtung BNetzA mitbekommen. Da haben sich die Provider alle nicht mit Ruhm bekleckert und ein bisschen sehr viel gejammert, dass sie eine Übergangsfrist brauchen würden. Diese vollkommen böse Novellierung des TKG im letzten Jahr kam anscheinend vollkommen überraschend…(so mit zwei Jahren Vorlauf, wenn ich nicht irre)

    Comment by Sergio de la Rocco — 2.04, 2013 @ 22:50

  2. Zur Rufnummerübernahme kann ich nichts sagen, aber Werbe-SMS bekomme ich auch regelmäßig, obwohl mir zugesagt wurde, dass ich keine mehr bekomme.

    Comment by Jan — 2.04, 2013 @ 22:53

  3. Kein Einzelfall. Deshalb empfahl die c’t, niemals selbst zu kündigen, sondern dies den neuen Anbieter tun zu lassen. So hat zumindest der Nichtjurist bessere Erfolgsaussichten.

    Comment by Robert Löhning — 2.04, 2013 @ 22:55

  4. @Rober Löhning:
    Der neue Anbieter kann auch nur in Deinem Namen, als Dein Vertreter kündigen. Juristisch gesehen ist da kein Unterschied.

    Comment by Stadler — 2.04, 2013 @ 22:58

  5. Bei unerlaubt zugestellten Werbe-SMS (oder noch schlimmer: Anrufen) habe ich in meinem Fall (E-Plus) sehr gute Erfahrungen mit einer Beschwerde bei der Bundesnetzagentur gemacht.

    Gab eine Entschuldigung von E-Plus, ein paar Freiminuten oder so (ist auch schon ein paar Jahre her) und seitdem keinen einzigen Anruf/SMS mehr.

    Comment by Felix aus Frankfurt — 2.04, 2013 @ 23:23

  6. @Stadler:
    Juristisch nicht, im Ablauf aber wohl schon. So kann sich nicht die geringste Abweichung ergeben, da Kündigung des Vertrages und Anforderung der Rufnummer in einem Rutsch ablaufen.

    Comment by Robert Löhning — 2.04, 2013 @ 23:26

  7. Das Problem kenne ich. Bei mir lag es damals daran, dass O2 mich als “Geschäftskunde” hinterlegt hatte, Vodafone dagegen einfach nur nach dem Namen gefragt hatte und nicht das Kennzeichen “Geschäftskunde” mitgeliefert hat.

    War zumindest damals die Aussage des O2-Twitter-Teams, die dann alles glattgezogen haben.

    Nichtsdestotrotz eine Frechheit, aber vielleicht hilft es Dir ja auch.

    Comment by @andreashm — 3.04, 2013 @ 08:01

  8. Ich habe ähnliche Erfahrungen bei der Telekom gemacht, wenngleich hinzuzufügen ist, dass der Fall etwas komplizierter war und es sich um einen Firmenvertrag handelte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nach rund 5 Monaten (ca. 10 Besuche in verschiedenen Shops, mehrere Telefonate, etc.) aufgegeben habe, weil das alte Handy bzw. der alte Vertrag abzugeben waren.
    Kurz zuvor wäre es übrigens auch beinahe zum Prozess gegen meinen früheren Anbieter, E-Plus, gekommen, die über viele Monate einfach weiter Beträge von meinem Konto abgebucht haben, obwohl der Vertrag längst (und fristgerecht) gekündigt worden war. Der “Service” dieses Anbieters war nichts als eine Form des direkten Hohns gegenüber Kunden.
    Ich bin vorsichtig, wenn es um eine Bewertung geht – Einzelfall oder die Regel? Gleichwohl, wenn man anfängt, zu recherchieren, wird einem klar, dass diese und ähnliche Fälle eines mit Sicherheit nicht sind: Einzelfälle. Btw, siehe auch http://www.malte-welding.com/2013/02/18/wir-kamen-aus-dem-monopol-warum-telekommunikation-in-deutschland-fast-grauenhaft-ist/
    Mit den besten Grüßen,
    Christian

    Comment by @CC_Liecense — 3.04, 2013 @ 09:26

  9. Leider sind meine Erfahrungen mit der BNetzA privat und beruflich alles andere als gut. Die meisten Beamten sind schlecht informiert, sogar über eigene Dienstwege und Prozesse, haben keine wirkliche Macht und sind für den Bürger schwer zu erreichen (man kann anrufen, wird aber meist von Pontius zu Pilatus verbunden und keiner weiß was). Ein zahnloser Papiertiger eben der kurzfristig nicht hilft.

    Ich habe zu meinen eigenen Erfahrungen mit O2 damals einen Blogpost verfasst: http://mbyt.es/74 Eine einzige Katastrophe.

    Comment by Jason — 3.04, 2013 @ 09:54

  10. Erlebe gerade das gleiche mit BASE/e-plus: In der Kündigung (zu 01/2014) wurde explizit die umgehende Freigabe der Rufnummer gefordert, in der 2 Wochen später eingegangenen Kündigungsbestätigung wurde die Freigabe der Rufnummer zum Ablauf des Vertrages angekündigt.

    Nun hat mein Anwalt dazu einen Brief geschrieben und schon war die Nummer für den neuen Anbieter binnen eines Tages frei. Leicht verdientes Honorar bei solch eindeutiger Lage, wenn auch aufgrund der Ostertage die neue SIM-Karte mit der alten Nummer noch nicht verfügbar ist. Aber das ist am Ende das kleinere Ärgernis, diese paar Tage mobilfunkfreier Zeit.

    Comment by Martin Lesser — 3.04, 2013 @ 10:02

  11. O2 verweigerte mir zuerst den Wechsel von O2ON Tarif in Blue Tarif, da ersterer ein Geschäftskundenvertrag sei und der zweite ein Privattarif.

    Kündigen und neu abschließen würde auch nur bedingt helfen, da man die Rufnummer nicht innerhalb von O2 portieren könne. Nur bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter sei dies möglich.

    Offensichtlich will O2 seine Kunden loswerden und ich habe gekündigt und gehe zur Telekom. Ob ich die Nummer dorthin portiert bekomme ist noch nicht entschieden.

    Comment by Klaus Minhardt — 3.04, 2013 @ 10:14

  12. Ich hab das gerade hinter mir. Ging völlig problemlos. Habe o2 ein Fax geschickt mit Kündigung zum nächstenmöglichen Termin und einen Passus druntergeschrieben:

    “Darüber hinaus wird die Rufnummer bereits vorzeitig gem. § 46 Abs. 4 Satz 3 TKG aus dem laufenden Vertrag portiert, bitte vermerken Sie die entsprechende Freigabe in Ihren Systemen. Neuer Anbieter ist dann XXX im E-Plus-Netz.”

    Das hat dazu geführt, dass ich eine SMS mit einer entsprechenden Bestätigung bekommen habe von o2 und 10 Tage später war die Nummer problemlos aus dem laufenden Vertrag wegportiert und durch eine neue Nummer ersetzt.

    Comment by Jan — 3.04, 2013 @ 10:19

  13. Bin auch ein Opfer dieser aus meiner Sicht sinnlosen Schikanen geworden! Was erhoffen sich die Anbieter von so einer Politik? Dass ich aus Faulheit bei einem Anbieter bleibe, der mich so behandelt? Und man entschließt sich ohnehin nicht grundlos zum Wechsel …

    Comment by Trino — 3.04, 2013 @ 10:44

  14. Ich kann da (leider?) vom Gegenteil berichten. Bin vor ein paar Wochen auch von o2 ins D1 Netz gewechselt. Zuerst kam eine Nachricht, dass die Portierung wegen nicht übereinstimmender Daten nicht klappte (da lag tatsächlich ein Problem vor, ging um meinen zweiten Vornamen), dann habe ich das PDF mit der schriftlichen Kündigungsbestätigung zurückgeschickt und ein paar Stunden später war alles erledigt und die Umstellung hat reibungslos funktioniert.

    Comment by PasserBy — 3.04, 2013 @ 11:07

  15. Wer den Wechsel des Kommunikationsanbieters kennt, wird den des Stromanbieters lieben. Angeblich ist das ja so einfach. In meinem Umfeld wurde bereits 2 mal entgegen den Tatsachen eine längere Kündigungsfrist behauptet, der Überleitung auf den neuen Lieferanten mehrfach widersprochen und der Wechsel mehrere Monate verzögert. Neuestes Bubenstück ist die rückwirkende Aufhebung eines Vertrags mit einem Lieferanten bei Erstbezug; bei dem kann man sich den Lieferanten immer frei wählen. Nun soll 8 Monate rückwirkend die Grundversorgung gegolten haben, obwohl mit dem Grundversorger nie ein Vertrag abgeschlossen wurde. Ursache auch hier ein nicht berechtigter Widerspruch des Grundversorgers. Die Bundesnetzagentur taugt als Aufsicht in den Fällen nicht und die Schlichtungsstelle in Berlin reagiert so spät, dass man besser gleich die juristische Keule zieht.

    Comment by M. Boettcher — 3.04, 2013 @ 14:55

  16. Sehr geehrter Herr Kollege,
    auch ich habe kürzlich von O2 zu einem anderen Provider gewechselt und meine Rufnummer mitgenommen – allerdings erst mit Vertragsende. Dennoch kam es zu Verzögerungen, da O2 meinen neuen Provider ebenfalls mitteilte, daß Daten nicht übereinstimmten (stimmte nicht, es waren dieselben Daten). Mittlerweile habe ich die Rufnummer mitgenommen, was O2 nicht davon abhielt, wegen einer strittigen Abrechnung die Sperrung der Rufnummer anzudrohen.
    Nach meinem Dafürhalten teils eine bewußte Erschwerung der Vertragsbeendigung für den Kunden, teils aber schlichte Desorganisation.
    Ich bin gespannt, wie sich die Sache bei Ihnen weiterentwickelt.

    Comment by Anwaltskollege — 3.04, 2013 @ 18:43

  17. Bin vor wenigen Monaten von o2 zu Congstar, ebenfalls mit vorzeitiger Rufnummernportierung. Kostet 29,xx und ging recht problemlos, nur einmal bei o2 am Telefon nachhaken müssen. Man bekommt eine SMS sobald die Nummer abgehend Freiwild ist und sobald portiert irgendeine neue Nummer aus ihrem Pool bis Vertragsende. Scheinbar musst du an deiner Überzeugungskraft noch etwas feilen. :D Oder hattest einfach inkompetente Mitarbeiter an der Strippe.

    Comment by Se — 3.04, 2013 @ 18:54

  18. ich erlebe ähnliches: meine Frau wollte einen Handyvertrag von O2 kündigen. Auf mehrere Kündigungsemails und Eingaben über die Kontaktseite von o2online.de kam die Aufforderung, die Kündigung mit einer PIN zu authentifizieren, die auf dem Begrüßungsschreiben angeblich enthalten gewesen wäre.
    Aber wer hebt schon ein Begrüßungsschreiben zehn Jahre lang auf?

    Auf der Website wird auch gezielt das Auffinden eines fertigen Kündigungsformulars verhindert.
    Erst nach einem Anruf der Hotline wurde mir ein Formular per Email zugeschickt. Am Telefon wurde mir dann empfohlen, Name/Adresse usw. ganz exakt zu schreiben und als Unterschrift würde auch nur der Vertragsinhaber anerkannt, ansonsten wäre die Kündigung ungültig. Dass ich eine Vollmacht meiner Frau bzgl. dieses Telefonvertrags besitze, schien uninteressant (sie hat mich mündlich beauftragt zu kündigen).

    Die Dame an der Hotline war höchstens 20 Jahre alt und ihr Benehmen entsprechend jugendlich-affig. Ich vermute, das wird dem Callcenter entsprechend antrainiert, weil man “hip” sein will.

    Comment by ths — 4.04, 2013 @ 11:32

  19. Mich hat genervt, das man O2 nicht kostenlos anrufen kann.

    Wenn man kündigt bekommt man eine wischiwaschie Kündigungsbestätigung mit einem Hintertürchen von O2.
    “Damit wir etweiige offene Punkte noch klären können….rufen Sie uns an”

    Dafür bekommt man eine kostenlose Rufnummer zu O2

    9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    Telefon O2 kostenlose Nummer: 0800-0214444

    Comment by Troll — 4.04, 2013 @ 13:36

  20. Rufnummernportierung von o2 Prepaid klappte problemlos.

    Dafür haben die zweifelhafte Vertragskonstrukte mit täglich kündbaren Flatrates, deren (kostenfreier) Hauptvertrag aber nur monatlich kündbar ist. Kündigt man nur “den Vertrag”, interpretieren die nur den Hauptvertrag zum Vertragsende, die Flatrate bleibt bis dahin laufen, “ggf. möchte man sie ja noch weiter nutzen”. Kosten entstehen dann noch einen weiteren, ganzen Monat lang. Kündigungsbestätigungen werden zur Unterstützung des Geschäftsmodell natürlich sehr spät verschickt, Kündigungen per E-Mail sind laut AGB ausgeschlossen und werden stillschweigend ignoriert, es wird nicht etwa darauf aufmerksam gemacht, dass eine Kündigung nur per Fax wirksam ist.

    Comment by Christian Krause — 4.04, 2013 @ 16:17

  21. Wer seinen Vertrag selber kündigt, verwirkt den Anspruch auf Mitnahme der bisherigen Rufnummer.

    Die Kündigung des bisherigen Vertrages ist dem neuen Anbieter zu übertragen, das ist auch Usus, denn entsprechende Vollmachten werden dem Neukunden zugeschickt. Nur dann ist die Übernahme der bisherigen Rufnummer garantiert.

    Das steht in allen AGB. Lesen und erst dann agieren.

    Doch wer liest es schon? Lieber hinterher motzen.

    Comment by Strafverteidiger — 4.04, 2013 @ 19:35

  22. Ps. Noch ein Tipp für Herrn Stadler:

    Wenn er von der Telekom irgendwann mal wieder wechseln sollte, dann lernt er bitte, daß die oben genannten Hinweise auch dort gelten.

    Merke: Der bisherige Provider kündigt. Man kündigt NIEMALS selber.

    Juristen. Schlimmes Volk. *ggg*

    Comment by Strafverteidiger — 4.04, 2013 @ 19:44

  23. @22 Blödsinn
    Bei Alditalk füllt man alle Formulare selbst aus und schickt eines zum neuen und eines zum alten Anbieter.

    Comment by Troll — 5.04, 2013 @ 12:16

  24. @21 Totaler Schwachsinn!

    Wer erzählt denn so etwas? Ich hoffe das ist nur ein etwas erbärmlicher Versuch zu trollen. Auch wenn man Trolle nicht füttern soll, werde ich das hier mal richtig stellen. Ober der Vertragsinhaber selbst kündigt, oder der neue Provider mit einer entsprechenden Vollmacht, ist völlig irrelevant.

    Eine Rufnummernportierung darf frühestens 123 Tage vor Vertragsende beantragt werden, seit Ende 2012 ist auch eine sofortige Rufnummernmitnahme möglich. Nach Ende des Vertrages hat der Kunde immer noch die Möglichkeit (und so weit ich weiss auch den rechtlichen Anspruch) innerhalb von 30 Tagen seine Rufnummer zu einem neuen Anbieter mitzunehmen. Um auf der sicheren Seite zu sein und die Bearbeitungszeit beim Provider zu berücksichtigen, sollte der Antrag innerhalb der ersten 12 – 15 Tage beim Provider eingehen.

    Erst 30 Tage nach Vertragsende besteht nur noch in Ausnahmefällen die Möglichkeit die Rufnummer noch einmal zu portieren. Das ist aber erheblicher manueller Aufwand und erfordert eine Menge guten Willen bei allen Beteiligten.

    Comment by Jason — 5.04, 2013 @ 18:56

  25. Ich habe vor unegfähr einem 3/4 Jahr von Vodafone zur Dt. Telekom gewechselt. Den Vertrag bei Vodafone hatte ich selbst gekündigt.
    Und ich muss sagen, es lief alles ohne Probleme ab und ich konnte meine alte Rufnummer beim neuen Anbieter nahtlos weiter nutzen.
    Die Aussage in 21 und 22 halt ich für Humbug.

    Comment by Wechsler — 5.04, 2013 @ 19:54

  26. @21 und @22
    “Wer seinen Vertrag selber kündigt, verwirkt den Anspruch auf Mitnahme der bisherigen Rufnummer.”

    Das ist schlicht falsch.

    So ein Passus mag zwar in irgendwelchen Anbieter-AGB stehen, doch wenn die dem geltenden Recht zuwiderlaufen, mag darin genauso gut auch erklärt werden, dass der Anbieter das Recht hat, mich straffrei zu ermorden. Rechtswidrige Passi gelten in AGB nicht.

    Richtig ist:
    Nach § 46 Abs. 4 TKG kann jeder Kunde jederzeit die Übertragung seiner zugeteilten Mobilfunkrufnummer verlangen. Eine Beendigung des bisherigen Vertrages ist für die Portierung der Mobilfunkrufnummer nicht notwendig. Sie verhindert diese aber auch nicht.

    Comment by ksmichel — 8.04, 2013 @ 10:52

  27. Auch ich muss sagen: Leider kein Einzelfall. Für mich liest sich der Post wie ein Protokoll des Hexentanzes, den ich in den letzten Tagen mit O2 durchgemacht habe.
    Generell möchte ich aber jeden ermutigen, sich dem Prozedere aus folgendem Grund zu stellen: Das Verhalten von O2 ist rechtswidrig und offenbar nutzt der Konzern aus, dass viele Kunden um ihr Recht bei der Rufnummer-Portierung nicht Bescheid wissen. Man kann nur hoffen, dass es irgendwann die Masse an Beschwerden richten wird, dass sich bei der Firma in Sachen Kundenumgang etwas ändert.

    Mein Tipp: Schreibt O2 über Twitter (@O2de) direkt an. Das ist der einzige Weg, den Anbieter zu schnellen Reaktionen zu bewegen. Offenbar lässt sich bei dem Unternehmen nur etwas erreichen, wenn man seinen Zwist in der Öffentlichkeit austrägt.

    Comment by danymarlies — 8.04, 2013 @ 16:13

  28. Klar. DSL Vertrag ursprünglich mit Alice, das von O2 gekauft wurde. Gekündigt am 27.2. zu Ende März. Kündigung sollte per Email an 0800-Nummer bestätigt werden. Dort nach Eingabe der Kundennummer der Hinweis daß dieser Service für mich nicht möglich ist. Also die kostenpflichtige Hotline angerufen. Erster Betreuer legt auf als ich den Begriff Kündigung erwähne. Zweiter Betreuer nimmt meine Kündigung auf und bestätigt sie. Ende März überraschend Abbuchung der Grundgebühr für April. Emailanfrage meinerseits vor 3 Tagen bislang ohne Antwort.

    Comment by Ingo — 9.04, 2013 @ 14:30

  29. Guten Abend zusammen,

    ich bin ja nur Laie bez Jurafragen, aber wenn der “Kunde” auf der einen Seite Privatkunde ist, auf der anderen Seite-warum vielleicht auch immer (vielleicht weil die Tarife besser sind) Geschäftskunde ist, dannn sind doch natürlich die Kundendaten bei der Anfrage des neuen Anbieters falsch und er bekommt ne Ablehnung! Und warum wird so “böse streng und umständlich” angefragt? Na, ich möchte die Kunden sehen, bei denen urplötzlich die Numer abgeschaltet wurde, weil ein “lieber” Mensch sich dachte, “die Nummer ist cool, das wird meine!”. Der alte Anbieter gibt die Rufnummer frei und der neue Kunde ist happy… Ich kann ja auch nicht einfach hergehen und einer Firma die Rufnummer wegnehmen.
    Wer als Privatmensch schon mal die Rufnummer mitgenommen hat, der weiss, dass auch das Geburtsdatum mit abgefragt wird-jetzt nennt mir mal ne Firma, die soetwas hat. Also muss doch schon unterschiedlich angefragt werden! Und wenn ich halt hingehe und einen Auftrag (am besten online…) bestelle und den Geschäftskundenanschluss im Privatbereich aufgeben, dann muss ich mich doch nicht wundern, wenn dort die Mitarbeiter einem erklären, dass sie genau so nicht anfragen können (der Geschäftskundenbereich wird das Feld Geburtsdatum nicht brauchen, der Privatkundenbereich wird mit de alten Kundennummer nichts anfangen können). Woher ich das nun weiss: Ganz einfach, hab letztes Jahr beide Wege gehen müssen und am Ende waren beide Nummern bei der Telekom.

    “Da der Vertrag in beiden Fällen auf mich läuft, kann es da allerdings keine Diskrepanzen geben” – eben doch. Entweder das beschriebene Privat-/Geschäftskunde-Problem oder die Daten stimmen wirklich nicht. Bei mir war es der Tippfehler beim Geburtsdatum – kann vorkommen, schnell behoben und dann ging es.

    Comment by Peter — 10.04, 2013 @ 03:09

  30. Auszug aus der Webseite der Telekom:

    “So einfach ist Wechseln!

    In wenigen Schritten mit Telefon und Internet zur Telekom wechseln:

    Komplettpaket auswählen und buchen
    Endgeräte und Services gleich mitbestellen
    Wechselauftrag unterschreiben und zusenden

    Bitte nicht selbst kündigen, das übernehmen wir für Sie, damit Sie Ihre Rufnummer mitnehmen können.” (!)

    Kopie Ende

    Comment by Telekom — 10.04, 2013 @ 19:00

  31. Anscheinend verwechseln unsere Gesetzesfreunde die Juristerei mit dem Tagesgeschäft der Provider.

    Wer seinen Vertrag selber kündigt, hat keinen Anspruch auf seine bisherige Rufnummer. Diese wird anderweitig vergeben. Alles andere ist guter Wille. Es klappt, muß aber nicht. Die Provider übernehmen aus Kulanz, nicht aufgrund der Gesetzeslage, die Rufnummern der Vor-Gesellschaft. Sie brauchen das grundsätzlich nicht, wenn der Kunde selbstständig kündigt. Er gibt mit der Kündigung seine Rufnummer auf.

    Wer es nicht glaubt, sollte mal mit den Hausjuristen der Provider telefonieren.

    Tipp: Die sind auch nicht doof!

    Comment by Nettikette — 10.04, 2013 @ 19:56

  32. Congstar hat offenbar noch nicht verstanden, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf Umzug eines Festnetzanschlusses gibt. Sie ermöglichen das mit einem sagenhaft komplizierten Geschäftsprozess, der wohl den Eindruck erwecken soll, als sei das alles Kulanz. Und die Rufnummer geht dabei verloren.

    Comment by Jens — 13.04, 2013 @ 13:19

  33. Bei mir reagiert die O2 einfach nicht auf schriftliche Kündigungen. Das ganze ist nicht gravierend weil es sich um einen O2 Business Flex ohne Monatliche Entgelte handelt aber ich würde die Rufnummer gerne wegportieren.

    Bei meinem Kollegen verweigert die O2 regelmässig die Kündigung weil angeblich die eigenhändige Unterschrift fehlt (Bei einem FAX wohl eher unüblich noch hinterherzureisen und vor Ort zu unterschreiben).

    Comment by Florian Lohoff — 16.04, 2013 @ 12:58

  34. Oh ja die bösen provider schon mal dran gedacht das die daten für die rufnummernmitnahme nur durch systeme geprüft werden und sobald diese nicht 1 zu 1 stimmen eben die ablehnung folgt… Also wie wärs mal mit vorher informieren dann klappt auch alles

    Comment by lena — 26.04, 2013 @ 23:04

  35. Bei mir sind das schon drei Fälle!!!!!:
    Rufnummernmitnahme verweigert von O2 weil angeblich irgendwelche Daten nicht. Ich war auf einmal 20 Jahre älter (falsches Geburtsdatum) und meine anderen beiden Freunde hatten auf einmal einen anderen Namen obwohl der in jeden Schreiben richtig angegeben war/ist. Das eine Frechheit von O2 !!!!

    Comment by Oliver — 14.12, 2013 @ 08:09

  36. Mir ist das Gleiche passiert. Portierungsanfragen vom neuen Anbieter laufen seit Mitte April. Am 29.05. ist mein Anschluss komlpett abgestellt, bin nicht mehr erreichbar. 02 gibt meine Nummer nicht weiter wegen angebl. falschen Daten… Dieser Anschluß ist meine Geschäftsnummer und kostet mich evtl. meine Firma… Anwalt wird nun eingeschalten.
    Traurig, 02 ist das völlig egal.

    Comment by chrissi — 25.06, 2014 @ 17:28

  37. Vielen Dank für das Posting mitsamt den Kommentaren! Ja, diese Geschichten brauchen Öffentlichkeit. Mir scheint, 90 Prozent der Branche ist durch und durch hinüber. Verloren in Computersystemen und Billiglohnkräften.

    Bei mir weigert sich O2 ebenfalls seit Wochen, den Anschluss bzw. die Rufnummer zu portieren. Warum? Weil sie schon seit Hansenet-Zeiten nicht in der Lage sind, die Installationsanschrift korrekt zu führen und ein “/1″ an die gespeicherte Hausnummer anzufügen (Unzählige Hotlineanrufe…, ursprünglich war Hansenet angeblich nicht in der Lage, den Schrägstrich in die Datenbank zu speichern…). Nun möchte ich von O2 zu 1und1 wechseln und was passiert? Abgelehnt. Adresse nicht bekannt.
    Auf meinen ersten Brief von vor zwei Wochen haben sie nicht reagiert, nun gibt es noch einen zweiten hinterher.
    Danke für den Tipp mit Twitter, da bohre ich auch noch mal nach.

    Comment by Gebrauchsspur — 13.10, 2014 @ 18:58

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