Internet-Law

Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0

27.2.10

Großer Artikel über das Geschäftsmodell Filesharing-Abmahnung in der SZ

In der Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung vom 27./28.02.2010 beschäftigt sich Johannes Boie unter dem Titel “Hier spielt die Musik” mit dem Geschäftsmodell der Filesharing-Abmahnindustrie, insbesondere mit dem Netzwerk um die DigiProtect GmbH, die Rechtsanwaltskanzlei Kornmeier und die Fa. DigiRightSolutions. Der Artikel ist u.a. deshalb interssant, weil der Autor die DigiProtect GmbH und Rechtsanwalt Dr. Udo Kornmeier in Frankfurt besucht hat und auch seine diesbezüglichen Eindrücke schildert. Und eine interessante Zahl nennt Boie. DigiProtect hat nach eigenen Angaben im Jahr 2009 zwischen 45.000 und 60.000 Abmahnungen verschickt. Wenngleich ich diese Zahlen noch für eher untertrieben halte, zeigt das bereits die Dimension des Geschäftsmodells “Turn Piracy Into Profit” auf. Denn DigiProtect ist nur einer von mehreren großen Playern in diesem Geschäftszweig, dessen Erstarken die Folge einer gesetzgeberischen Fehlentwicklung ist.

Update vom 28.02.10:
Der Artikel ist jetzt auch online abrufbar

posted by Stadler at 16:50  

4 Kommentare »

  1. Wer ist der eigentliche Kriminelle der Filesharer oder der Abmahnanwalt?

    Comment by Anonymous — 27.02, 2010 @ 22:04

  2. Ich glaube der Artikel ist jetzt unter dem Titel "Geschäftsmodell Abmahnung" Online:

    http://www.sueddeutsche.de/computer/193/504406/text/

    Comment by Maik — 28.02, 2010 @ 14:47

  3. Wer heute noch Filesharing betreibt (eDonkey, Gnuttella, Torrent etc.), der hat den Knall nicht mehr gehört.
    Es gibt soviel bessere Alternativen, bei denen man lediglich herunterlädt. Fertig. Und ansonsten kauft man sich für 70 Euro eine externe Festplatte mit 1TB und schickt die bei Kumpels auf die Reise und gut ist.

    Comment by faustjucken — 1.03, 2010 @ 11:14

  4. Wenn man von K. auf`s Korn genommen wurde, parallel von RA F. abgemahnt wird, von angeblich up-und down-geladener Musik weder Titel noch Künstler kennt, man über ein gesichertes W-LAN ins Netz geht, zum Zeitpunkt dieser Anschuldigungen nicht zu Hause war, niemand Zugang zur Wohnung hatte und alle Komunikationsgeräte ausgeschaltet waren?
    Eine mUE abgeben für Dinge , die man nicht getan hat, und die richtig Geld
    kosten?
    Fragen über Fragen

    mfg
    Gerd

    Comment by gerd5 — 1.03, 2010 @ 23:40

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